Dienstag, 30. Juni 2015

Unicef: Jedes zehnte Kind lebt im Krieg

Kinder in Kriegsgebieten leben in ständiger Unsicherheit. Ihr Alltag ist geprägt von Hass und Gewalt, wie die Unicef in ihrem neuesten Bericht erklärt.

Jedes zehnte Kind wächst in einem Kriegsgebiet auf.
Jedes zehnte Kind wächst in einem Kriegsgebiet auf. - Foto: © APA/EPA

Im Bericht „Kinder zwischen den Fronten“ gab die Unicef schockierende Zahlen zum Thema Kindheit in Kriegsgebieten bekannt. Demnach sollen rund 230 Millionen Kinder in einem Kriegsgebiet aufwachsen.

Besonders in Syrien, im Irak, im Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik herrschen die schlimmsten Bedingungen vor.

Die Terrormilizen Islamischer Staat (IS) und Boko Haram machen sich die bewusste Missachtung der Völkerrechte zu eigen, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.

Sowohl Mädchen, auch als Jungen werden gezielt entführt, versklavt und misshandelt.

Bei einigen Jugendlichen genießen die eben genannten terroristischen Gruppierungen dennoch ein hohes Ansehen und wirken reizvoll. „Ideologien wie die des IS versprechen Abenteuer, soziale Nähe und das Gefühl, Grenzen überwinden zu können, die Jugendlichen im Alltag auferlegt werden.“, so die Unicef.

Die Hilfsorganisation rief die Spender auf bei der humanitären Hilfe auch an die Schulbildung der Kriegsopfer zu denken.

dpa

stol