Dienstag, 19. Mai 2015

UNO: Mindestens 2.000 Flüchtlinge treiben seit 40 Tagen vor Myanmar

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über die Lage von mindestens 2.000 asiatischen Flüchtlingen geäußert, die seit Wochen in Booten im Golf von Bengalen treiben.

Foto: © APA/EPA

Die auf mindestens fünf Boote verteilten Flüchtlinge seien von Gewalt und Hunger bedroht, sagte eine Sprecherin des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Vivian Tan, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Sie würden seit mehr als 40 Tagen nahe den Küsten von Myanmar und Bangladesch auf Booten festsitzen. Es gebe Berichte über „Nahrungsknappheit, Dehydrierung und Gewalt an Bord“, sagte Tan. Unter den Insassen seien Frauen und Kinder. Unklar war, ob auch die Menschenschmuggler, die die Reisen organisiert haben, noch an Bord waren.

Tan sagte, einige Migranten, die auf den Booten unterwegs waren, hätten jeweils rund 300 Dollar (263,41 Euro) an die Schlepper gezahlt, damit sie in den myanmarischen Bundesstaat Rakhine, Heimat der politisch verfolgten Rohingya, zurückkehren könnten. Einige, die an Land gegangen seien, hätten von den Zuständen an Bord berichtet.

Tausende Asiaten sind in den vergangenen Wochen über das Meer in Richtung Thailand, Malaysia und Indonesien geflohen. Viele von ihnen sind Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya, die in Myanmar unter Diskriminierung leiden und staatenlos sind, sowie Armutsflüchtlinge aus Bangladesch. Thailand, Indonesien und Malaysia haben internationale Entrüstung hervorgerufen, weil sie Bootsflüchtlinge aufs Meer zurückschicken.

apa/afp

stol