Donnerstag, 22. Februar 2018

UNO-Sicherheitsrat soll über Feuerpause in Syrien abstimmen

Der UNO-Sicherheitsrat soll nach dem Willen Schwedens und Kuwaits voraussichtlich bereits am Donnerstag über eine Resolution abstimmen, die eine 30-tägige Feuerpause in Syrien fordert. Die beiden Staaten, die gemeinsam den Resolutionsvorwurf vorlegten, forderten eine Abstimmung „so bald wie möglich”, erklärte die schwedische Vertretung bei den Vereinten Nationen am Mittwoch.

Lage in Ost-Ghouta wird immer dramatischer. - Foto: APA (AFP)
Lage in Ost-Ghouta wird immer dramatischer. - Foto: APA (AFP)

Die Feuerpause soll humanitäre Hilfslieferungen sowie die Evakuierung Verletzter ermöglichen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatte zuvor bereits einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen in Ost-Ghouta nahe Damaskus verlangt. Die syrische Regierungsarmee bombardiert die Rebellenenklave seit Tagen. Russland forderte ein Treffen des UNO-Sicherheitsrats zur Lage in Ost-Ghouta am Donnerstag.

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad scheint entschlossen, die Rebellenhochburg Ost-Ghouta zurückzuerobern, die islamistische Gruppen dominieren. Staatsmedien haben eine großangelegte Bodenoffensive für die nahe Zukunft angekündigt. Russland, die Türkei und der Iran hatten Ost-Ghouta zur Deeskalationszone erklärt.

Verhandlungen laut Russland gescheitert

Verhandlungen über eine friedliche Lösung des Konflikts in der heftig umkämpften syrischen Region Ghouta sind nach russischen Angaben gescheitert. Das vom russischen Militär betriebene Zentrum für die Überwachung von Waffenstillständen erklärte am Mittwoch, die Rebellen hätten ihre Aufrufe zur Einstellung des Widerstandes und Niederlegung ihrer Waffen nicht befolgt.

”Im Osten Ghoutas entsteht eine kritische humanitäre und sozioökonomische Situation”, erklärte das Zentrum weiter. Die Rebellen stehen in der Region unter heftigem Beschuss. Die Bombardierungen haben international Entsetzen ausgelöst.

Der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge beteiligen sich auch russische Kampfflugzeuge an den Angriffen. Die Regierung in Moskau, ein enger Verbündeter von Syriens Präsident Bashar al-Assad, weist dies zurück.

apa/ag.

stol