Freitag, 16. Februar 2018

UNO verlangt Stopp von Hinrichtung Jugendlicher im Iran

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte hat den Iran am Freitag aufgefordert, die Hinrichtung Jugendlicher und junger Erwachsener zu stoppen, die Verbrechen vor ihrem 18. Lebensjahr begangen haben. Im Jänner seien drei Personen für Morde hingerichtet worden, die sie im Alter von 15 oder 16 Jahren begangen hätten, sagte Zeid Ra'ad al-Hussein am Freitag in Genf.

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte hat den Iran am Freitag aufgefordert die Hinrichtung Jugendlicher und junger Erwachsener zu stoppen.
Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte hat den Iran am Freitag aufgefordert die Hinrichtung Jugendlicher und junger Erwachsener zu stoppen. - Foto: © shutterstock

Einigen der etwa 80 Jugendlichen in iranischen Todeszellen könnte eine Hinrichtung unmittelbar bevorstehen, befürchtet der UNO-Hochkommissar. „Die Hinrichtung jugendlicher Täter ist nach dem Völkerrecht eindeutig verboten, unabhängig von den Umständen und dem Charakter der Straftat.”

Die iranischen Behörden reagierten zunächst nicht auf die Kritik. Das Land hat das internationale Abkommen unterzeichnet, das Hinrichtungen Jugendlicher verbietet. Dennoch hält der Iran daran fest. Unter den zuletzt Hingerichteten war auch die 20-jährige Mahbubeh Mofidi. Sie war zum Tode verurteilt worden, weil sie mit 16 Jahren ihren Ehemann umgebracht hatte, der sie drei Jahre zuvor geheiratet hatte.

apa/ag.

stol