Mittwoch, 02. August 2017

US-Bürgerrechtsbewegung gibt Reisewarnung heraus – nach Missouri

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die einflussreiche US-Bürgerrechtsbewegung NAACP eine Reisewarnung herausgegeben. Anders als Reisehinweise etwa des US-Außenministeriums betrifft sie aber nicht ein Land wie Nordkorea, sondern den US-Bundesstaat Missouri.

Missouri - alles andere als lieblich, meint die US-Bürgerrechtsbewegung.
Missouri - alles andere als lieblich, meint die US-Bürgerrechtsbewegung. - Foto: © shutterstock

NAACP warnt Farbige ausdrücklich vor rassistischen Attacken und Diskriminierung in dem Staat.

In Missouri hatte zuletzt ein Zwischenfall für Schlagzeilen gesorgt, bei denen ein schwarzer 28-Jähriger nach falschem Abbiegen mit dem Auto festgenommen und unter mysteriösen Umständen in der Zelle gestorben war.

Von der University of Missouri werden rassistische Vorfälle berichtet. Der Staat verabschiedete jüngst ein Gesetz, das Farbigen erheblich erschwert, sich gerichtlich gegen Diskriminierung zu wehren.

Rod Chapel vom NAACP Missouri sagte dem „Kansas City Star“, Menschen berichteten in nie dagewesener Zahl von Zwischenfällen, bei denen sie wegen ihrer Hautfarbe geschlagen, von der Polizei gestoppt oder gedemütigt worden seien.

1909 gegründet, ist die NAACP (National Association for the Advancement of Coloured People) eine der ältesten und wichtigsten Bürgerrechtsbewegungen für Farbige in den USA.

dpa

stol