Mittwoch, 04. Mai 2016

US-Präsidentschaftswahlkampf: Cruz steigt aus, Weg frei für Trump

Ted Cruz gibt den Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner auf. Der Senator von Texas sagte in der Nacht zum Mittwoch vor Anhängern in Indianapolis, er beende seinen Wahlkampf schweren Herzens. Mit dieser Entscheidung ist der Weg für den Milliardär Donald Trump als Kandidat seiner Partei für das Weiße Haus frei.

Ted Cruz wirft das Handtuch: Er steigt aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf aus.
Ted Cruz wirft das Handtuch: Er steigt aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf aus. - Foto: © APA/AFP

Cruz erklärte, er habe immer gesagt, er kämpfe so lange weiter, wie es eine realistische Chance auf die Kandidatur gebe. Er müsse aber nach dem Ergebnis der jüngsten Vorwahl in Indiana am Dienstag anerkennen, dass die Wähler anderes wollten.

Cruz lag nach Auszählung von etwa 70 Prozent der Stimmen in Indiana weit abgeschlagen hinter Trump. Der erzkonservative Senator hätte die Vorwahl in dem Bundesstaat unbedingt gewinnen müssen, um Trump noch blockieren zu können.

Trump sagt Clinton Kampf an und lobt Cruz

Nach dem Ausscheiden seines Rivalen Ted Cruz aus dem US-Vorwahlrennen hat der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump der Demokratin Hillary Clinton den Kampf angesagt.

„Wir werden Hillary Clinton schlagen“, sagte der Multimilliardär am Dienstagabend (Ortszeit) in New York an die Adresse der Ex-Außenministerin gerichtet, die auf demokratischer Seite auf die Spitzenkandidatur im Rennen um die Präsidentschaft zusteuert. „Wir werden im November gewinnen – und wir werden hoch gewinnen.“

Nach den erbitterten Konfrontationen im Vorwahlkampf schlug Trump versöhnliche Töne gegenüber Cruz an. Der Senator aus Texas sei ein sehr harter Konkurrent gewesen, sagte der Immobilienmogul. Cruz sei ein „zäher, smarter“ Mann und habe eine große Zukunft vor sich. „Ich beglückwünsche ihn“, sagte Trump.

dpa

stol