Mittwoch, 28. Oktober 2015

US-Republikaner Hastert bekennt sich in Schweigegeldaffäre schuldig

In der Affäre um Schweigegelder in Millionenhöhe hat der prominente US-Republikaner Dennis Hastert sich vier Monate nach seinem Dementi schuldig bekannt.

Dennis Hastert
Dennis Hastert - Foto: © APA/EPA

Der ehemalige Parlamentspräsident gab am Mittwoch zu, Banktransfers auf illegale Weise verschleiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Chicago (Illinois) mitteilte.

Hastert – von 1999 bis 2007 formal der drittmächtigste Politiker in den USA – soll fast fünf Jahre lang Schweigegelder in Höhe von rund 1,7 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) gezahlt haben, um „zurückliegendes Fehlverhalten“ zu vertuschen.

Laut Medienberichten hat der 73-Jährige damit ein früheres Opfer sexueller Belästigung zum Schweigen bringen wollen. Das Opfer soll ein Schüler aus Hasterts Zeit als Lehrer und Wrestling-Coach sein. Teil der Anklage sind die Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens nicht.

Bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht hatte Hastert sich im Juni nicht schuldig bekannt. Ihm drohen eine Höchststrafe von fünf Jahren Haft und eine Geldstrafe von 250 000 Dollar.

dpa

stol