Samstag, 11. April 2015

USA bestehen auf Inspektionen als Teil von Atomabkommen mit dem Iran

Die USA bestehen auf Inspektionen iranischer Militäranlagen als Bestandteil einer Atomeinigung mit der Islamischen Republik.

Ashton Carter
Ashton Carter - Foto: © APA/Reuters

Das Abkommen, das derzeit verhandelt werde, müsse auf jeden Fall Möglichkeiten zur Überprüfung vorsehen, ob sich der Iran an seine Zusagen halte, sagte Verteidigungsminister Ash Carter am Freitag in einem CNN-Interview.

„Es kann nicht auf Vertrauen basieren.“ Inspektionen müssten möglich sein, und das schließe „auf jeden Fall“ Militäranlagen ein. Genau das schloss Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei am Donnerstag jedoch aus. Khamenei hat auf iranischer Seite das letzte Wort bei den Atomverhandlungen.

Die Islamische Republik sowie die fünf UNO-Vetomächte (USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich) und Deutschland hatten sich kürzlich im schweizerischen Lausanne auf Eckpunkte für eine Beschränkung des iranischen Atomprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Viele Einzelheiten sind jedoch noch offen. Sie sollen bis zum 30. Juni geklärt werden. Der Westen befürchtet, dass der Iran heimlich nach Atomwaffen strebt. Khamenei bekräftigte, dies sei nicht der Fall.

apa/dpa

stol