Dienstag, 03. März 2015

USA weisen Kritik Israels an Verhandlungen mit dem Iran zurück

Vor der umstrittenen Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor dem US-Kongress hat die US-Regierung seine Kritik an den Atomverhandlungen mit Teheran zurückgewiesen. US-Präsident Barack Obama warf Netanyahu vor, im Atomstreit wiederholt falsch gelegen zu sein.

Foto: © LaPresse

Die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice sagte am Montag bei der proisraelischen Lobbyorganisation Aipac, es gebe „keine Alternative“ zu Verhandlungen mit dem Ziel, den Iran dauerhaft von der Entwicklung von Atomwaffen abzuhalten. Rice bekräftigte die Haltung der US-Regierung, wonach weitere Sanktionen die Gespräche mit Teheran torpedieren würden.

Der US-Kongress habe eine wichtige Rolle bei den Sanktionen gegen den Iran gespielt, sagte Rice. Neue Strafmaßnahmen während der Verhandlungen würden diese aber „zum Scheitern bringen und die internationale Gemeinschaft entzweien“. Außerdem hätten Sanktionen den Iran in der Vergangenheit auch nicht davon abgehalten, sein Atomprogramm fortzusetzen.

Die US-Regierung warnte Netanyahu davor, während seiner umstrittenen Rede vor dem US-Kongress vertrauliche Informationen preiszugeben. Die USA hätten Israel regelmäßig über den Stand und Ablauf der Verhandlungen informiert, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Montag (Ortszeit) in Washington. „Die Veröffentlichung dieser Informationen würde das Vertrauen, das zwischen zwei Verbündeten besteht, missbrauchen.“

apa/afp/dpa/reuters

stol