Samstag, 24. Februar 2018

USA wollen „maximalen Druck” auf Nordkorea ausüben

Trotz der Teilnahme von US-Präsidententochter Ivanka Trump an der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Südkorea will Washington weiter „maximalen Druck” auf Nordkorea ausüben.

Ivanka Trump zu Gast in Südkorea. - Foto: APA (AFP)
Ivanka Trump zu Gast in Südkorea. - Foto: APA (AFP)

Präsident Donald Trump werde nicht die gleichen Fehler wie die Vorgängerregierung machen und „weich oder schwach” gegenüber Pjöngjang auftreten, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Samstag in Pyeongchang. Ein Treffen zwischen der Präsidententochter und nordkoreanischen Vertretern sei nicht geplant, so Sanders.

Nordkorea hat die Olympischen Winterspiele für eine Charmeoffensive genutzt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un schickte seine Schwester Kim Yo-jong zur Eröffnungsfeier, die eine Einladung an Südkoreas Präsidenten Moon Jae-in für ein Gipfeltreffen in Pjöngjang überbrachte.

Ivanka Trump führt US-Delegation an

Die 36-jährige Ivanka Trump wird bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntag die US-Delegation anführen. Am Freitag wurde sie bereits vom südkoreanischen Präsidenten Moon empfangen. Dabei überbrachte sie eine Botschaft ihres Vaters zu den neuen Nordkorea-Sanktionen, wie das Weiße Haus mitteilte.

Pjöngjang wird nach südkoreanischen Angaben bei der Abschlussfeier durch den General Kim Yong-chol vertreten, der für die Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten zuständig ist. Konservative südkoreanische Abgeordnete protestierten gegen den Besuch des Generals, den sie als „Kriegsverbrecher” bezeichneten.

Geheimtreffen abgesagt

An der Eröffnungsfeier in Pyeongchang hatte US-Vizepräsident Mike Pence teilgenommen. Zu einem Treffen zwischen den Regierungsdelegationen aus Nordkorea und den USA war es aber auch zu Beginn der Spiele nicht gekommen. Nach Angaben der US-Regierung war zwar ein Geheimtreffen der von Pence angeführten Delegation mit den Nordkoreanern anvisiert, doch habe Pjöngjang in letzter Minute abgesagt.

Unterdessen wurde bekannt, dass USA und wichtige Verbündete in Asien offenbar auch stärker gegen Schiffe vorgehen wollen, mit denen Sanktionen gegen Nordkorea gebrochen werden. Möglicherweise werde dafür die US-Küstenwache eingesetzt, hieß es seitens hochrangiger Mitarbeiter im Regierungsapparat.

Demnach hat es bereits Verhandlungen mit Staaten wie Japan, Südkorea, Australien und Singapur gegeben. Ziel sei eine weitere Einschränkung des Handels mit Nordkorea. Damit soll es dem isolierten Staat erschwert werden, sein Atomprogramm voranzutreiben.

apa/ag.

stol