Donnerstag, 30. November 2017

USA ziehen mehr als 400 Soldaten aus Norden Syriens ab

Mehr als einen Monat nach der Eroberung der nordsyrischen IS-Hochburg Raqqa ziehen die US-Streitkräfte über 400 Soldaten aus dem Land ab. Die Marines hätten lokale Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Raqqa mit Artillerie unterstützt, teilte die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition am Donnerstag mit.

Mehr als einen Monat nach der Eroberung der nordsyrischen IS-Hochburg Raqqa ziehen die US-Streitkräfte über 400 Soldaten aus dem Land ab.
Mehr als einen Monat nach der Eroberung der nordsyrischen IS-Hochburg Raqqa ziehen die US-Streitkräfte über 400 Soldaten aus dem Land ab. - Foto: © LaPresse

Ihr jetzt befohlener Abzug sei „ein Zeichen für wirklichen Fortschritt in der Region“. Von der Kurdenmiliz YPG angeführte Bodentruppen hatten Raqqa Mitte Oktober nach monatelangen Kämpfen eingenommen. Die USA stehen an der Spitze einer internationalen Koalition, die lokale Einheiten unterstützt, unter anderem mit Luftangriffen.

Die militärische Hilfe für die YPG löste Spannungen zwischen den USA und der Türkei aus. Die türkische Regierung sieht in der Kurdenmiliz den syrischen Ableger der verbotenen Untergrundorganisation Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und bekämpft sie. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte vor einer Woche erklärt, US-Präsident Donald Trump habe der Türkei ein Ende der US-Waffenlieferungen für die YPG zugesagt.

apa/dpa

stol