Dienstag, 06. Dezember 2016

Van der Bellen: Menschen wünschen sich andere Gesprächskultur

Alexander Van der Bellen hat in seiner ersten längeren Rede als gewählter Bundespräsident von Österreich dazu aufgerufen, Gräben in der Gesellschaft zu schließen. „Das Wahlergebnis zeigt, dass sich viele Menschen in Österreich eine andere Gesprächskultur wünschen“, hat der 72 Jahre alte Wirtschaftsprofessor am Dienstag in Wien gesagt. Der Wahlkampf, in dem er gesiegt hat, hat fast ein Jahr lang gedauert.

Alexander Van der Bellen will Gräben in der Gesellschaft zu schließen.
Alexander Van der Bellen will Gräben in der Gesellschaft zu schließen. - Foto: © APA

Besonders Politik und auch die Medien haben nach den Worten des ehemaligen Grünen-Chefs eine immer größere Verantwortung. Er wolle in seiner Amtszeit für einen konstruktiven Dialog eintreten.
Van der Bellen hatte am Sonntag gegen den Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, gewonnen. Der gebürtige Wiener Van der Bellen kam auf 53,8 Prozent aller Stimmen. Bei Streitgesprächen im Fernsehen kam es teilweise zu heftigen und sehr emotionalen Auseinandersetzungen der beiden Bewerber. „Wir müssen jetzt von beiden Enden aufeinanderzugehen. Dieser Weg beginnt mit dem ersten Schritt, den wir tun“, sagte Van der Bellen.

Erfreut zeigte sich der glühende EU-Freund darüber, dass er mit einer „Politik des Miteinanders, die sich auf gemeinsame europäische Werte beruft“, Erfolg hatte. „Das ist ein rot-weiß-rotes Signal, das ausstrahlt in die Hauptstädte und auch Dörfer Europas.

dpa

stol