Je länger Sie über Ihre Entscheidung nachdenken, desto mehr haben Sie das Gefühl, dass Ihnen langsam, aber sicher der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Inmitten der Euphorie bekommen Sie es plötzlich mit der Angst zu tun…<BR /><BR /><b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Sagen wir es, wie es ist: Veränderung ist alles andere als einfach. Punkt. Natürlich ist der Gedanke an etwas Neues aufregend. Plötzlich sind da Türen, von denen wir niemals für möglich gehalten hätten, dass sie überhaupt existieren. <BR /><BR />Es scheint so, als müssten wir uns lediglich einen Ruck geben, über die Schwelle treten und dann langsam einen Fuß vor den anderen setzen, um nach und nach die Gelegenheiten, die sich uns bieten, zu ergreifen. Was bisher trist und grau war, erstrahlt mit einem Mal in bunten Farben. Alles ist möglich, alles ergibt einen Sinn. <BR /><BR />Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn die Hoffnung auf eine schönere, bessere oder erfüllendere Zukunft kommt selten allein. Sie hat Zweifel im Gepäck, die uns oft schneller in einen Zwiespalt manövrieren, als uns lieb ist. Und wissen Sie was? Das ist völlig normal. <BR /><BR />Wir Menschen sind Träumer. Wir lieben es, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen, groß zu denken und uns dann und wann sogar einer Illusion hinzugeben. Gleichzeitig mögen wir es aber auch bequem und gemütlich. Wenn wir uns innerhalb der gut bekannten Grenzen unserer Komfortzone bewegen können, fühlen wir uns wohl. <BR /><BR />Wir wissen, was uns erwartet, und sind vor unliebsamen Überraschungen gefeit. Der Wunsch nach Wachstum und Weiterentwicklung trifft also in einem fort auf das Bedürfnis nach Sicherheit – und genau hier kommt die Veränderung ins Spiel, die dieses uns innewohnende Spannungsfeld aktiviert wie kaum etwas anderes.<h3> Angst ist kein Feind. Im Gegenteil!</h3>Veränderung bedeutet nämlich nicht nur, bisher unbeachtete Chancen zu ergreifen, sondern auch, Altes loszulassen, das uns über Jahre oder vielleicht sogar über Jahrzehnte begleitet hat. <BR /><BR />Manchmal fühlt es sich so an, als müssten wir einen Teil unserer Identität ablegen, um mit der nötigen Leichtigkeit das Ruder herumreißen und die Richtung ändern zu können. Wir sind gezwungen, eine Art Vakuum zu kreieren, in dem wir nicht mehr sind, was wir einmal waren, gleichzeitig aber auch noch nicht das verkörpern, was wir einmal sein wollen. Diese Vorstellung erzeugt Angst. Zurecht. Und doch brauchen wir uns davon nicht entmutigen zu lassen.<BR /><BR />Solange sie uns nicht die Luft zum Atmen nimmt, ist die Angst kein Hinweis auf eine falsche Entscheidung. Viel eher ist sie eine Bestätigung dafür, wie viel uns an der angestrebten Neuausrichtung liegt. <BR /><BR />Denn wäre der Wunsch danach nicht groß genug, würde er keine derart heftige Reaktion auslösen. Und dann würden wir wohl auch nie erfahren, was uns am Ziel der Reise erwartet. <h3> Zur Person</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1172901_image" /></div> <BR />Doris Ebner ist diplomierte Neuromentaltrainerin. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ihre Faszination für die Gehirnforschung und die Kraft der Gedanken entdeckt und erfahren, welche Möglichkeiten darin verborgen liegen. Ihre besondere Begeisterung gilt dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, weshalb sie mit Leidenschaft ihr Wissen an andere Menschen weitergibt und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Zudem hat Doris Ebner Germanistik und Musik studiert und arbeitet als Redakteurin.