Mittwoch, 17. August 2016

Verbrecher entführen Sohn von mexikanischem Drogenboss „El Chapo“

Seit der Chef des Sinaloa-Kartells in Haft sitzt, sollen die Geschäfte von seinen Söhnen weitergeführt worden sein. Einer von ihnen wurde jetzt im Westen des Landes verschleppt. Hinter der Tat könnten Verteilungskämpfe in der mexikanischen Unterwelt stecken.

Joaquín „El Chapo“ Guzmán selbst sitzt in Haft. Nun wurde sein Sohn entführt.
Joaquín „El Chapo“ Guzmán selbst sitzt in Haft. Nun wurde sein Sohn entführt. - Foto: © LaPresse

Ein bewaffnetes Kommando hat in Mexiko einen Sohn des inhaftierten Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán entführt. Jesús Alfredo Guzmán Salazar sei unter denen, die am frühen Montagmorgen aus einem Restaurant im Badeort Puerto Vallarta verschleppt worden waren, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

„El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, war nach einem spektakulären Gefängnisausbruch im Januar erneut verhaftet worden und wartet derzeit auf seine Auslieferung in die USA. Gegen Jesús Alfredo Guzmán liegt eine Anklage wegen Drogenhandels in den USA vor. Gemeinsam mit seinem Bruder Ivan Archivaldo Guzmán Salazar hatte er eine Schlüsselposition in dem Kartell inne.

dpa

stol