Der Schweregrad einer Demenzerkrankung wird in sogenannten CDR-Werten (eins bis fünf) angegeben. Den Wert ermittelt im neuen vereinfachten Verfahren die Memoryklinik; auch für Neubewertungen, wenn sich der Zustand verschlechtert. Den CDR-Werten sind automatische Pflegestufen zugewiesen, doch bei Pflegestufe drei ist Schluss. Warum das so ist, fragte Team K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder bei Landesrätin Rosmarie Pamer nach. <BR /><BR />Die antwortet sinngemäß: Aus einer ressortübergreifenden Studie Gesundheit/Soziales ziehe man den Schluss, für pflegebedürftige Demenzpatienten einen maximalen Pflegebedarf von 240 Stunden vorzusehen. „In jedem Fall kann die betroffene Person, wenn sie der Ansicht ist, dass ihr Pflegebedarf 240 Stunden pro Monat übersteigt, eine reguläre Einstufung durch die Einstufungsteams beantragen“, fügt Pamer hinzu. Eine Anpassung sei derzeit auch nicht vorgesehen. Pamer verweist auf eine Evaluation zu einem späteren Zeitpunkt, „wie bei Neuerungen Standard“.<BR /><BR />Für Rieder „absolut unverständlich“, dass „gerade in jenen Fällen, in denen der Pflege- und Unterstützungsbedarf besonders hoch ist, das vereinfachte Verfahren nicht angewendet werden kann“. Zumal zudem mittlerweile klar festgestellt worden sei, dass der Fragebogen für die reguläre Pflegeeinstufung bei Demenz nicht geeignet sei.<BR /><BR />Aber noch mehr wundert sie sich über den angenommenen maximalen Pflegebedarf von 240 Stunden: „Wir alle wissen, dass Menschen mit Demenz Betreuung und Begleitung oftmals rund um die Uhr brauchen. Das sind 24 Stunden täglich beziehungsweise rund 740 Stunden pro Monat.“