Was Verena abseits vom Eiskanal gern unternimmt, erzählt sie bei einem Kaffee-„Ratscher“.<BR /><BR /><b>Von Edith Runer</b><BR /><BR />Hauchdünne sechs Hundertstelsekunden waren es, die Verena Hofer bei den Olympischen Spielen 2026 in Cortina von einem Podestplatz trennten. Zwei Tage später das verdiente Trostpflaster: Bronze in der Teamstaffel, wofür Verena mit einer hervorragenden Zeit den Grundstein gelegt hatte. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326849_image" /></div> <BR />Die große Überraschung für die 25-jährige Kunstbahnrodlerin folgte aber erst im April: Sie erhielt bei der „Dolomiten“-Sportlerwahl die zweitmeisten Stimmen – der Lohn der Südtiroler Sportfans für ihre bisher mit Abstand beste Saison.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75227107_listbox" /><h3> Gern daheim</h3>„Hätte mir das jemand vor einem Jahr prophezeit, ich hätte es nicht geglaubt“, erzählt Verena lachend über das abgelaufene Sportjahr. Ihr sonniges Gemüt und ihre positive Einstellung zeichnen die Feldthurnerin ebenso aus wie ihre Bodenständigkeit. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326852_image" /></div> <BR />Sie bezeichnet sich als „Hoamsuacherin“, die nach jeder Reise mit der Mannschaft wieder gern nach Hause kommt, die sich nach einem anstrengenden Wettkampftag hin und wieder gern zurückzieht und mit Mama Anna telefoniert – und die eine enge Beziehung zu ihren drei älteren Schwestern hat. <BR /><BR />Auf dem Bauernhof, auf dem sie mit vielen Tieren und viel Freiraum aufgewachsen ist, fühlt sich Verena wohl. Mithelfen ist für sie selbstverständlich. Sie putzt die Zimmer und Ferienwohnungen des Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebes oder fährt bei der Heuernte mit dem Traktor. „Ungschickt“ sei sie nicht, sagt sie augenzwinkernd. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326855_image" /></div> <BR />Daheim, das ist für Verena Hofer mittlerweile auch Lüsen, wo ihr Freund Patrick Rastner wohnt und als Elektriker arbeitet. Patrick war früher ebenfalls als Rodler in der Weltcup-Mannschaft aktiv, damals im Doppelsitzer mit Ludwig Rieder. Heute nutzt Verena seinen Fitnessraum für die im Rodelsport so wichtigen Krafteinheiten. <BR /><BR />Nach Arbeit und Training zieht es die beiden oft gemeinsam in die Natur. Auf einer Anhöhe, an einem See oder direkt auf einem Gipfel tanken sie Energie für den nächsten Tag. Überhaupt sind die Berge Verenas wichtigster Ausgleich, egal, ob bei Touren mit ihren Schwestern und Haushund Levi oder ganz in Ruhe auf der familieneigenen Almhütte nahe dem Radlsee.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326858_image" /></div> <BR /><BR /><b>Gern „Vollgas“</b><BR /><BR />Verenas Weg in den Eiskanal begann mit dem Naturbahnrodeln – mittlerweile Alpinrodeln genannt. Vor allem die Geschwindigkeit war es, die ihr bei einem Probetraining dermaßen gefiel, dass sie mit 15 Jahren umsattelte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326861_image" /></div> <BR />„Wenn du die Kurven richtig erwischst, fühlt es sich an wie in der Achterbahn“, schmunzelt sie. Vielleicht wäre die Rodlerin auch eine gute Abfahrerin geworden, denn obwohl sie erst im vergangenen Winter Skifahren gelernt hat, gibt sie verstohlen zu, auf den Pisten „gern Vollgas“ zu geben. <h3> Gern auch gemütlich</h3>Dabei kann Verena durchaus auch einen Gang zurückschalten. Mit Freundinnen „in einem Café sitzen oder einen Shoppingnachmittag einlegen“ – dafür ist sie immer zu haben. <BR /><BR />Zum Abschalten vom Alltag malt die Profisportlerin gern Mandalas oder liest ein Buch, das ihr beim Stöbern in einer Buchhandlung in die Hände gefallen ist. Roman, Sachbuch – egal, sie kann sich für viele Themen begeistern – außer für Krimis. <BR /><BR />Während der Reisen zu den Wettkämpfen zerstreut sich die Mannschaft gern beim Kartenspielen. Die Wattkarten sind natürlich immer im Gepäck. Aktuell steht allerdings auch das Trendspiel Skyjo hoch im Kurs, bei dem Risiko und Kartenglück in jeder Runde für Hochspannung sorgen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326864_image" /></div> <BR />Und dann gibt es da noch ein Hobby, zu dem Verena ein eher ambivalentes Verhältnis pflegt: das Backen. Da sie gern neue Rezepte ausprobiert, ist das Ergebnis nicht immer optimal. „Deshalb ist es manchmal eher eine Hassliebe als eine Passion“, bemerkt sie mit dem typischen Augenzwinkern. Bei ihren Zimtschnecken – und das ist ein wirklich anspruchsvolles Rezept – liefert sie dagegen immer ab. Kompliment!<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326867_image" /></div> <BR /><BR /><embed id="dtext86-75226969_listbox" />