Bei einer Gedenkmesse in der Pfarrkirche von Waidbruck wurde am Sonntagmorgen der gefallenen Kriegsopfer und dem Freiheitshelden Andreas Hofer gedacht. Die Mitglieder des jüngst gegründeten Schützenzuges entzündeten am Gefallenendenkmal auf dem Friedhof eine Kerze. Seit geraumer Zeit hat die Schützenkompanie Lajen „Verstärkung“ bekommen; Auf Anregen von Markus Wieland und mit dessen Initiative wurde der Schützenzug Waidbruck-Unterried-Lajen ins Leben gerufen, er selbst steht der Formation als Zug-Leutnant vor. „Im Gedenken an alle gefallenen Kriegsopfer“ war auf der beschrifteten Kerze hinter Pater Josef Knapp am Altar zu lesen, „im Anschluss an die Messe werden die Schützen sie am Denkmal auf dem Friedhof entzünden“, räumte er im Verlauf seiner Predigt ein. Diese widmete sich schwerpunktmäßig dem zahlreichen „Warum“, das im Leben oft hinterfragt wird. Hinsichtlich der Fastenzeit regte er den Mut eines jeden einzelnen zur Umkehr, Ruhe, Besinnlichkeit und der inneren Einkehr an. Er wünsche jedem die Kraft um Gutes zu tun und an die Vergangenheit zu erinnern, „denn in unserem Land trägt die Erinnerung einen Namen“, betonte er. Die Zeit sei reif für ein neues Denken, zu erkennen woher jeder einzelne komme und wohin er gehe. „Das Vertrauen zu Gott ist der einzige Weg, ohne ihn kann es kein vernünftiges, liebevolles Leben geben. Dieses Wissen sollen die Schützen hinaus in die Welt tragen“, legte er den Anwesenden ans Herz. In Zeiten des Aufbruchs und der Umkehr Gerechtigkeit und Mut zur Wahrheit zu bewahren, spiegelte sich auch in den Fürbitten von Markus Wieland wieder. Pater Josef Knapp verwies die Gläubigen am Ende der Messe noch auf den Synodenkoffer, welcher derzeit als eine Art Gebetskette durch ganz Südtirol wandert. Er wird am Freitag in der Gemeinde Waidbruck eintreffen, am Samstagabend sind alle zum gemeinsamen Gebet eingeladen. Die Gläubigen sollen sich dabei unter anderem mit Themen wie „Brauchen wir überhaupt Kirche oder Glauben?“ beschäftigen.