Mittwoch, 31. Oktober 2018

Vergiftungen durch Zierkürbisse und bittere Zucchini

Der Kürbis ist das Star-Gemüse der herbstlichen Saison, und mit der Verbreitung der Halloween-Traditionen auch hierzulande steigt die Anzahl der angebotenen und verkauften Kürbisse. Verbraucher tun jedoch gut daran, die Kürbisse genau unter die Lupe zu nehmen, um sicherzustellen, dass die für den Kochtopf bestimmten Kürbisse auch für den Verzehr geeignet sind.

Zierkürbisse sollten nicht neben Speise-Kürbissen angebaut werden.
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Zierkürbisse sollten nicht neben Speise-Kürbissen angebaut werden. - Foto: © shutterstock

In einer aktuellen Meldung warnt nämlich das Gesundheitsministerium vor dem Verzehr von Zierkürbissen und bitteren Zucchini, da diese hohe Mengen von Cucurbitacinen enthalten. Dies sind giftige Bitterstoffe, die in Kürbisgewächsen (Kürbisse, Zucchini, Gurken...) vorkommen. Sie schützen die Pflanze vor Fressfeinden und Insekten.

Der Verzehr von Zierkürbissen und bitteren Zucchini kann aufgrund der darin enthaltenen Cucurbitacine zu Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen, wobei das Risiko für ältere Menschen und Kinder höher ist.

Auf Bitterkeit kosten vor dem Kochen

Cucurbitacine können in hoher Konzentration zu lebensbedrohlichen Darmschäden führen. Im Zweifelsfall kann eine kleine Probe des rohen Fruchtfleisches gekostet werden. Schmeckt diese bitter, sollte der Bissen wieder ausgespuckt und der Kürbis oder die Zucchini nicht verwendet werden. Cucurbitacine sind nämlich hitzebeständig und werden auch beim Garen nicht zerstört.

Auch für Hobby-Gärtner gilt: Zierkürbisse sollten nicht neben Speise-Kürbissen angebaut werden, um die Gefahr einer Verwechslung oder Kreuzung zwischen den Sorten zu vermeiden.

stol

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