Der vielen durch seine zahlreichen Biografien bekannte deutsche Schriftsteller Armin Strohmeyr hat sich letzte Woche, auf Einladung des Schreibmaschinenmuseums und des Frauenmuseums auf eine kleine Südtirol-Lesetour begeben.Letzten Freitag war er gleich 2 mal im Schreibmaschinenmuseum zu hören. Am Vormittag waren verschiedene Mittel-und Oberschulklassen gekommen, um dem Autor bei einer Lesung aus seinem 2013 erschienenen Buch „Verkannte Pioniere – Abenteurer / Erfinder /Visionäre“ zuzuhören. Sehr spannend fanden die Schüler vor allem das Portrait des Flugzeugerfinders Gustav Weißkopf, der 1901, also noch vor den Gebrüdern Wright, den ersten motorisierten Flug vorgeführt hat.Abends hat Armin Strohmeyr einem wiederum sehr interessierten Publikum über das Leben von Ada Byron, der Erfinderin der ersten Programmiersprache sowie über den Bozner Erfinder Max Valier vorgelesen. Berührt hat vor allem das tragische Schicksal Max Valiers, der bei seinen Versuchen in Sachen Raketentechnik im Alter von nur 35 Jahren ums Leben kam: ein Tod, der hätte vermieden werden können, wenn Valier nicht von seinem Sponsor, der Fa. Shell genötigt worden wäre, die Versuche mit seinen Flüssigtreibstoffraketen nicht wie bis dahin mit einem Sauerstoff –Spiritusgemisch, sondern mit einem Sauerstoff-Öl-Gemisch, einer hoch explosiven Mischung, durchzuführen.Die Idee verschiedene „verkannte“ Erfinder zu portraitieren, kam dem in Berlin lebenden Buchautor übrigens bei einem seiner Besuche im Schreibmaschinenmuseum: ergriffen von dem Schicksal Peter Mitterhofers, der Zeit seines Lebens für die Erfindung der Schreibmaschine keinerlei Würdigung erfuhr, kam der Gedanke, weitere Pioniere der Technik und Naturwissenschaft, die ein ähnliches Schicksal erfahren hatten, aufzuspüren.Schreibmaschinenmuseum, Partschins