Montag, 06. November 2017

Vermögensverwalter der Queen: Investitionen „geprüft und legal“

Investitionen in Steueroasen mit Geld der Queen waren den zuständigen Vermögensverwaltern zufolge „geprüft und legal“. Das teilte das Herzogtum von Lancaster am Montag mit, das Teile des Privatvermögens der britischen Königin Elizabeth II. verwaltet. „Wir haben eine Reihe von Investitionen getätigt, ein paar davon in ausländische Fonds“, hieß es in der Mitteilung.

Die britische Opposition forderte eine öffentliche Untersuchung zu den Erkenntnissen aus den Dokumenten.
Die britische Opposition forderte eine öffentliche Untersuchung zu den Erkenntnissen aus den Dokumenten. - Foto: © LaPresse

Das Herzogtum reagierte damit auf Berichte mehrerer Medien, unter anderen der „Süddeutschen Zeitung“, denen Millionen von Daten aus Steuerparadiesen zugespielt worden waren. Den „Paradise Papers“ zufolge soll Geld der Queen über einen Investmentfonds auf den Kaimaninseln in einer Kaufhauskette angelegt worden sein, die bei Ratenzahlungen Wucherzinsen verlangt habe.

Opposition fordert öffentliche Untersuchung

Die britische Opposition forderte eine öffentliche Untersuchung zu den Erkenntnissen aus den Dokumenten. „Die schockierenden Enthüllungen aus den “Paradise Papers„ über erneut weit verbreitete Steuervermeidung und Steuerflucht in industriellem Ausmaß muss zu entschiedenem Handeln und echtem Wandel führen“, sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn am Montag.

dpa

stol