Freitag, 08. Januar 2016

Verwandte identifizieren Angreifer vor Pariser Polizeirevier

Nach dem Angriff auf ein Polizeirevier in Paris haben Verwandte den erschossenen Mann offenbar identifiziert.

Foto: © APA/AFP

Wie am Freitag aus Ermittlerkreisen verlautete, handelte es sich wohl um einen Tunesier namens Tarek Belgacem. 

Der Angreifer sei „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ identifiziert, hieß es aus Ermittlerkreisen. Es sei aber noch zu früh für eine offizielle Bestätigung.

Untersuchungen der Fingerabdrücke des Erschossenen hatten zunächst ergeben, dass es sich um einen polizeibekannten Mann handelte, der 2013 wegen eines Diebstahls festgenommen worden war. Damals hatte er keine Papiere sich und gab sich als 1995 in Casablanca geborener Marokkaner ohne festen Wohnsitz namens Sallah Ali aus.

Hatte sich in Deutschland und Italien aufgehalten

Staatsanwalt Francois Molins äußerte aber schon Freitagfrüh Zweifel an der Identität des vermeintlichen Marokkaners. Am frühen Abend dann verlautete aus mit dem Fall vertrauten Kreisen, dass mehrere Menschen aus dem Umfeld des Mannes, die sich als einen Cousin und seine Eltern ausgaben, sein Foto erkannt und ihn als Tarek Belgacem identifiziert hätten.

Ausgewertet wurde am Freitag auch das bei dem Angreifer gefundene Handy, das mit einer deutschen SIM-Karte ausgestattet war. Ermittlern zufolge gab der Mann bei seiner Festnahme 2013 damals an, sich in der Vergangenheit auch in Deutschland und Italien aufgehalten zu haben.

Die Identifizierung von Attentätern ist häufig sehr schwierig. So ist nach den Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten die Identität von drei Männern, die sich in die Luft sprengten, nach wie vor nicht geklärt.

apa

stol