Sonntag, 20. März 2016

Vielversprechende Griechenland-Hilfe aus EU-Staaten

Griechenland kann bei der Umsetzung des Flüchtlingspakts mit der Türkei nach Einschätzung der EU-Kommission mit rascher Hilfe rechnen. Eine Beratung mit EU-Mitgliedstaaten am Wochenende sei vielversprechend verlaufen, hieß es am Sonntag aus der Brüsseler Behörde.

Mit der Umsetzung des Flüchtlingspakts zwischen Griechenland und der Türkei wird das Warten für die Flüchtlinge noch härter.
Mit der Umsetzung des Flüchtlingspakts zwischen Griechenland und der Türkei wird das Warten für die Flüchtlinge noch härter. - Foto: © APA/AFP

Die EU und die Türkei hatten am Freitag vereinbart, dass Griechenland Migranten, die ab diesem Sonntag auf den Inseln ankommen, zurück in die Türkei schickt. Vorher soll aber jeder Asylantrag einzeln geprüft werden.

Für jeden zurückgesandten Syrer lässt die EU einen anderen Syrer legal einreisen. Bis zu 72.000 Flüchtlinge sollen so in die EU kommen können. Welches Land dabei wie viele Menschen aufnimmt, sei noch offen, hieß es in Brüssel.

In der Vereinbarung wurde Ankara eine zweite EU-Finanzhilfe für syrische Flüchtlinge in der Türkei in Höhe von drei Milliarden Euro zugesagt. Diese solle bereitgestellt werden, sobald die erste Tranche weitgehend aufgebraucht sei, teilte die EU-Kommission mit. Wer dabei welchen Anteil zahlt, ist noch offen.

4000 Mitarbeiter für die Bewältigung der Bürokratie 

Nach Angaben der EU-Kommission braucht Griechenland zur Bewältigung des bürokratischen Aufwands personelle Verstärkung. Insgesamt seien 4000 Mitarbeiter erforderlich, hieß es. Einige davon soll Griechenland selbst stellen.

Deutschland und Frankreich stellten der griechischen Regierung bereits jeweils bis zu 300 zusätzliche Beamte in Aussicht. Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat nach eigenen Angaben 50 Sicherheitskräfte „eingemeldet“.

apa/dpa

stol