Montag, 28. September 2015

Vier Sarner Wehren proben gemeinsam

Bei einer Grossübung wurden die Löscharbeiten sogar von einem Hubschrauber unterstützt.

Ein Bild von der Großübung der Feuerwehren im Sarntal. Foto: br
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Ein Bild von der Großübung der Feuerwehren im Sarntal. Foto: br

 Die Rauchsäule  war schon von weitem zu sehen. Auf einer Waldlichtung am Sarner Agratsberg loderten die Flammen, die die vier Sarner Feuerwehren gemeinsam bekämpften. Es war eine spektakuläre Übung, zu der   die Freiwillige Feuerwehr Astfeld am Sonntag geladen hatte. Um 13 Uhr ging bei den Wehren der Alarm ein. Waldbrand am Agratsberg: So hieß die angenommene Einsatzsituation, die  wirklichkeitsnah  dargestellt war. Mit 39 Mann  rückte die Astfelder Wehr aus. Das Tanklöschfahrzeug kam auf der Forststraße bis    auf 150 Meter an die Brandstelle heran.  Das letzte Stück konnte nur zu Fuß erreicht werden.  Binnen kürzester Zeit trafen auch die Wehren von Sarnthein und Pens mit jeweils einer Gruppe am Agratsberg ein. Josef Trenkwalder (links im Bild) leitete den Einsatz.  Elmar Kröss (rechts) unterstützte ihn. Er war  für den Aufbau der Zubringerleitung zuständig.
Das Wasser wurde im Häusl-Bach entnommen. Eine 400 Meter lange Leitung mit zwischengeschalteten Pumpen mussten die Wehrmänner  bis zum Tanklöschfahrzeug legen, eine doppelte Leitung von dort bis  zur Brandstelle. So konnte das Feuer von zwei Seiten aus bekämpft werden.    Eine Waldbrandpumpe hatte die Penser Wehr dabei. Sie wurde im Gelände oberhalb der Forststraße aufgebaut.
Eine zweite Gruppe der Feuerwehr Sarnthein war indes nach Reinswald gefahren und baute ein Löschbecken für den Hubschraubereinsatz auf. Die  Forstbehörde  hatte ihn angefordert. Das Wasser wurde aus dem Getrumbach entnommen und füllte binnen kurzer Zeit das Becken. Dafür sorgte die Feuerwehr Reinswald.
Die  Gemeinschaftsübung der Wehren war auch eine erste Übung für die neu eingerichtete  Gemeindeeinsatzleitstelle, „Wir haben  alle kleineren Brandstellen  unter Kontrolle und  warten auf den Hubschrauber“, meldete der Einsatzleiter. 
Es dauerte eine Weile. Dann war der Hubschrauber auf der gegenüberliegenden Talseite  zu sehen Tauchte den   Wasserbehälter  ins Becken  und flog  die Brandstelle an. Es war Maßarbeit, als sich der Schwall  von  600  Litern über das Feuer ergoss. Dann setzte  der Hubschrauber wieder zum Flug an und  füllte den Behälter erneut.
 Letzte Brandnester löschten   noch die Wehrmänner, bevor  um   15.30 Uhr   „Brand aus“ gemeldet werden konnte und sich alle bei der   Feuerwehrhalle in Astfeld  zur Rückmeldung trafen.
 Lob für die gelungene Übung fanden Bürgermeister Franz Locher, Abschnittsinspektor Robert Gasser und Bezirksinspektor   Luis Oberkofler. Mit Vizebürgermeister Christian Reichsigl und den Kommandanten der vier Wehren hatten sie die Übung verfolgt.
 

stol