Michaela Olbert, Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen, beantwortet zwei wichtige Fragen zum Thema. <BR /><BR /><b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Vitamin D hat eine hormonähnliche Wirkung und ist wichtig für das Knochenwachstum, den Erhalt der Knochen und Zähne sowie für ein gutes Nervensystem. In den meisten Fertigfuttermitteln ist Vitamin D enthalten, aber wer barft – also seinen Hund oder seine Katze roh ernährt –, muss Vitamin D zufüttern, weil es meist in den einzelnen Komponenten nicht ausreichend verfügbar ist.<BR /><BR /><b>In welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?</b><BR /><BR />Michaela Olbert: Hohe Vitamin-D-Gehalte findet man in Fischölen, vor allem in Lebertran, aber auch in fettem Fisch wie Hering oder Sprotten, Ei mit Dotter, Leber oder speziellen Vitaminpräparaten, die man zufüttern kann. Beim Hund dürfen es ein bis drei Eier oder Eigelb pro Woche sein, bei Katzen ein bis zwei. Wenn Katzen das Eigelb und auch Leber gut fressen, ist ihr Vitamin-D-Bedarf damit gedeckt. Wenn sie mäkelige Fresser sind, kann man etwas Dorschleberöl oder -tran über das Futter geben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1220253_image" /></div> <BR /><b>Worauf ist beim Zufüttern von Vitamin D zu achten?</b><BR /><BR />Olbert: Ein Mangel an Vitamin D kann zu Rachitis, Knochenschäden oder Immunschwäche führen. Der Bedarf errechnet sich anhand des Gewichts und des Alters des Tieres. Ein gesunder Hund mit etwa 20 Kilo benötigt am Tag 500 bis 800 I. E. (internationale Einheiten) Vitamin D – das entspricht 20 Mikrogramm. <BR /><BR />Vitamin D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wird – anders als wasserlösliche – bei einer Überdosierung nicht vom Körper ausgeschieden, daher ist Vorsicht geboten. Eine Überdosierung ist gefährlich und kann zu Nierenschäden, Herzproblemen und einem Kalziumüberschuss führen. Zu einer Überdosierung kann es allerdings nur kommen, wenn man synthetisches Vitamin D zufüttert.<BR /><BR />Anzeichen einer Überdosierung können beispielsweise Wachstumsverzögerungen, gestörte Gebissentwicklung, Herzrhythmusstörungen, häufiges Urinieren, vermehrte Wasseraufnahme, Übelkeit und Erbrechen, Nierensteine und Nierenverkalkungen sein.<BR /><BR /><b>Achtung:</b> Auf keinen Fall sollte man seinen Tieren Vitaminpräparate für Menschen verabreichen, da diese meist viel zu hoch dosiert sind!<BR /><BR /><embed id="dtext86-71692104_listbox" />