<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Wenn eine Katze Freigang gewohnt ist und dieser aus welchem Grund auch immer nicht mehr gewährleistet ist, kann das verschiedene Reaktionen beim Tier hervorrufen. Die Umstellung klappt bei vielen gut, wenn die Beschäftigung stimmt. Manche akzeptieren die Wohnungshaltung aber erst, wenn es eine gesicherte Outdoor-Option gibt.<BR /><BR />Gerade anfangs kann die Katze gestresst oder unruhig sein. Die Gewohnheitstiere können mit einer Umstellung nur schwierig umgehen. Manche können daher aggressiv reagieren oder die Nahrung verweigern. Auch das Zerkratzen der Möbel oder Unsauberkeit können folgen. Bei den Besitzern ist daher Durchhalten gefragt.<h3> Nicht von Hundert auf Null</h3>Falls man nicht sofort ausziehen muss beziehungsweise die Katze nicht aus gesundheitlichen Gründen plötzlich nicht nach draußen darf, sollte man die Zeit im Freien langsam reduzieren und parallel bereits drinnen neue Highlights schaffen. Man kann versuchen, die Wohnung möglichst interessant für die Katze zu gestalten, damit weniger Frust entsteht. Das heißt, mehrere Ebenen und Rückzugsorte schaffen (Kratzbäume, Regalbretter, Kartons, erhöhte Liegeplätze).<BR /><BR />Hilfreich ist zudem eine feste Tagesstruktur, denn Katzen lieben Vorhersehbarkeit. Das heißt, man legt feste Zeiten fürs Spielen, Füttern und Ruhephasen fest. <h3> Langeweile vermeiden</h3>Reinen Wohnungskatzen sollten am besten zwei- bis dreimal täglich fixe Spielzeiten zur Verfügung stehen. Besonders beliebt sind Spielangeln, denn sie befriedigen den Jagdtrieb und es wird sichergestellt, dass sie sich genug bewegen und nicht zunehmen. Als Jagdersatz eignen sich auch Denkspiele wie verstecktes Futter, nach dem gesucht werden muss, oder Kunststückchen, die man mit Hilfe eines Clickers beibringen kann. Gemeinsam zu spielen ist vor allem dann wichtig, wenn ein Artgenosse fehlt. Nach einem Umzug kann vertrautes Spielzeug beruhigend wirken.<BR /><BR />Katzengras wird von den meisten ehemaligen Freigängern sehr gut und gerne angenommen, und nicht fehlen darf natürlich auch ein großer Kratzbaum. Damit haben die Stubentiger alles im Blick, können am Sisal ihre Krallen schärfen und sich in die Höhlen einkuscheln. Beliebt sind weiters die guten alten Kartons, in die sich die Katzen zurückziehen können, und ein Platz auf dem Fensterbrett. Dort sitzen Wohnungskatzen oft stundenlang und sonnen sich oder beobachten das Geschehen draußen.<BR /><BR />Wer einen Balkon hat, kann ihn mit einem Katzennetz sichern und den Stubentigern ein kleines bisschen Freiheit schenken. Zusätzlich sollte die Wohnung unbedingt gesichert werden (zum Beispiel Fenster mit Fliegengittern versehen, Fenster nicht kippen usw.). <h3> Unsauberkeit und Co.</h3>Wichtig ist, vor allem in den ersten Wochen in der Wohnung Stresssignale ernst zu nehmen: Unsauberkeit, Aggression, exzessives Miauen, Rückzug oder übermäßiges Putzen. Zusätzliche Katzenklos, mehr Rückzugsorte und mehr gemeinsames Spielen können helfen. Normalisiert sich das Verhalten nach einiger Zeit nicht oder verliert die Katze stark an Gewicht, ist das vom Tierarzt abzuklären.