Zurzeit ist der Arbeitsmarkt fragil. Viele Arbeiter haben nämlich einen Wunsch: Weniger arbeiten, um sich mehr der Familie und der Freizeit widmen zu können. Das Homeoffice hat das zum Teil möglich gemacht. Nun aber wollen immer mehr Arbeitgeber ihre Arbeiter zurück an den gewohnten Arbeitsplatz holen.<BR /><BR />Eine Umfrage der Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht Littler hat 700 Personalleiter befragt und dabei festgestellt, dass die Wünsche der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer auseinanderklaffen, heißt es in einem Artikel auf der Online-Seite von „La Repubblica“.<BR /><BR />Auf die Frage, wie die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter organisiert sind, gaben 30 Prozent der Führungskräfte an, dass sie vollständig zur Präsenzarbeit zurückgekehrt sind, während 27 Prozent sich für eine Mischform der Arbeitszeiten entschieden haben, bei der mehr Präsenztage und weniger Fernarbeitstage anfallen.<BR /><BR /> Nur bei 11 Prozent der Unternehmen arbeiten die Mitarbeiter mehr von zu Hause aus als im Büro, während 5 Prozent der Unternehmen angaben, dass ihre Mitarbeiter vollständig aus der Ferne arbeiten. <h3> Darum wollen Unternehmer ihre Arbeiter aus dem Homeoffice holen</h3>Die Zahlen zeigen, dass Unternehmer es bevorzugen, wenn ihre Arbeiter im Büro arbeiten und nicht von zu Hause. 73 Prozent der Arbeitgeber gaben an, dass sie eine Reduzierung der Fernarbeit in Betracht ziehen.<BR /><BR /> Andererseits stößt diese Haltung auf wachsenden Widerstand bei den Arbeitnehmern, die ihre erworbene Flexibilität nur ungern aufgeben wollen, heißt es bei „La Repubblica“.<BR /><BR />Der Hauptgrund, wieso die Unternehmer ihre Arbeiter wieder in Präsenz haben wollen, liegt in der Zusammenarbeit im Unternehmen – sie fordere kreative Ideen. Das gaben 54 Prozent der Befragten an. <BR /><BR />48 Prozent der Unternehmer hingegen glauben, dass sich die Arbeiter in Präsenz mehr Mühe geben als im Homeoffice. Außerdem soll die Arbeit in Präsenz die Firmenkultur weiterbringen und den Arbeiter mehr einbinden. <BR /><BR />Die Gefahr sei aber groß, dass die Arbeiter sich nach einem anderen Job umsehen, wenn sie gezwungen werden, wieder an den gewohnten Arbeitsplatz zu fahren. Eine Firma müsse sich dem Trend anpassen, um Fachkräfte zu behalten und neue anzuwerben, steht im Bericht. <h3> Internationaler Vergleich</h3>Im internationalen Vergleich seien es vor allem die südeuropäischen Länder, die ihre Mitarbeiter ins Büro zurückholen. <BR /><BR />In Spanien verlangen 41 Prozent der Arbeitgeber, dass die Mitarbeiter ausschließlich persönlich anwesend sind (im Vergleich zu 30 Prozent aller Befragten). <BR /><BR />In Italien liegt der Anteil bei über 50 Prozent. Abgesehen von Frankreich entsprechen auch die Länder, in denen mehr Homeoffice angeboten wird, eher den Wünschen der Arbeitnehmer. <BR /><BR />In Deutschland und in Großbritannien gaben beispielsweise 44 Prozent der Arbeitgeber an, dass ihre Arbeitsmuster dem Wunsch der Arbeitnehmer nach einer Abwechslung zwischen Homeoffice und Arbeit in Präsenz entsprechen.<BR /><BR />In fast allen europäischen Ländern ist der Wunsch der Arbeiter nach mehr Homeoffice da. Nur 18 Prozent der befragten Arbeitgeber gaben an, dass ihre Arbeiter mehr Arbeit in Präsenz wünschen. Italien ist eine Ausnahme: Hier sind es 37 Prozent, heißt es im Bericht von „La Repubblica“. <BR /><BR />