Sind manche Tierhalter einfach nur Egoisten? <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />5. Oktober: Welttierschutztag! Aber was heißt das eigentlich, Tiere zu schützen? Antworten darauf gibt die Info-Offensive der Südtiroler Tierärztekammer. Mit einer Broschüre, die in Rathäusern kostenlos aufliegt und natürlich im Rahmen der damit verbundenen Auftaktpräsentation. <BR /><BR />Da ist dann vieles wichtig und richtig, was Tierärztekammer-Präsident Franz Hintner und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter zur Sprache bringen. Dass Tiere kein Spielzeug seien, dass man vorsichtig mit Käufen sein und tunlichst vorher überlegen solle, ob man denn überhaupt genügend Zeit (und finanzielle Mittel) für den Vierbeiner seiner Wahl habe... Standard-Ratschläge eben, die man nicht oft genug wiederholen kann.<BR /><BR /><b>Was ich nicht unterschreibe</b><BR /><BR /> Dass bei den sogenannten „Heim- und Kuscheltieren die Art der Haltung den Bedürfnissen des Tieres oft nicht gerecht werden“ und hier „meist (!) der Egoismus der Tierhalter im Vordergrund steht“, unterschreibe ich nicht. Dafür sind mir die angeführten Beispiele viel zu undifferenziert. Wie die Straßenhunde aus Süditalien, die man retten will... Ja, stimmt! Sie werden vielfach über das Internet vermittelt, (nicht herkömmlich verkauft), aber zumeist von seriösen Tierschutzorganisationen, die penibel auf Aufklärung achten – gerade bei schwierigen Tieren. <BR /><BR />Und Tierhalter als Egoisten zu bezeichnen, weil es „in Südtirol immer mehr Single-Haushalte und Haushalte ohne Kinder gibt, wo dann die Katze oder der Hund als Familienmitglieder betrachtet werden und als Kuscheltiere herhalten müssten“, ist verletzende Unterstellung.<BR /><BR /><b>Warum nicht kuscheln?</b><BR /><BR /> Dass Tiere Kinder oder Partner ersetzen, im Bett schlafen, geliebt werden und manchmal sogar helfen, neuen Sinn im Leben zu finden, heißt noch lange nicht, dass man sie so vermenschlicht, dass ihre Bedürfnisse nicht respektiert werden, zu denen sicher auch das Kuscheln zählt. Sofern es sich um Hunde oder Katzen handelt, die den Löwenanteil der Heimtiere stellen. <BR /><BR />Qualzuchten müsste man gesetzlich (!) verbieten. Und dass sich um die (angeprangerte) Tierbekleidung, die oft Wetterschutz und nicht Modefirlefanz ist, Spielzeug, Futter und Co. eine milliardenschwere Industrie dreht, die unzähligen Menschen Arbeit und Einkommen sichert, sei hier nur am Rande erwähnt... <BR />