s+ stellt die Scheinwerfer auf einige Promis, die sich durch ihr politisches Engagement auszeichnen – und sich damit nicht immer nur Freunde machen.<BR /><BR /><BR /><b>Rihanna</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726182_image" /></div> <BR />Ende 2021 hat sich der Karibikstaat Barbados von Queen Elisabeth II getrennt. Bis zum 30. November des Vorjahres war die englische Monarchin noch offizielles Staatsoberhaupt – nun gibt es eine Staatspräsidentin. Bei den Feierlichkeiten kam zudem der aktuell wohl berühmtesten Tochter des Landes eine besondere Ehre zu Teil. Popstar Rihanna wurde zur Nationalheldin ernannt. <BR /><BR />Die 33-Jährige ist schon seit geraumer Zeit als Sonderbotschafterin für Barbados im Einsatz. Doch auch in ihren Werken zeigte Rihanna mehr als einmal politisches Engagement. In mehreren Songs kritisiert sie etwa den Rassismus, mit dem sie und zahlreiche andere „nicht weiße Menschen“ in ihrer Wahlheimat, den USA, täglich konfrontiert sind. Besonders ihr Lied „American Oxygen“ aus dem Jahr 2015 sticht hier besonders hervor. Darin singt Rihanna unter anderem über die Bürgerrechtsbewegung, den 11. September und die Occupy-Bewegung. Es ist ihre ganz individuelle Kritik am aktuellen Bild des „American Dream“.<BR /><BR /><BR /><b>Pep Guardiola</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726185_image" /></div> <BR /><BR />Den Startrainer von ManCity kennen Fans und Spieler weltweit als verbissenen, unersättlichen Arbeiter, der von sich und seinem Team immer das Maximum verlangt. Er ist bei jedem Training und Spiel mit Herzblut bei der Sache. <BR /><BR />So auch in seinem politischen Engagement für seine Heimatregion Katalonien. Der ehemalige Spieler und Coach des FC Barcelona hat nach wie vor eine starke Bindung zu seiner Heimat und gilt als eifriger Befürworter der katalonischen Unabhängigkeit. Bei einer Demonstration in Barcelona im Vorfeld des katalonischen Unabhängigkeitsreferendums war er einer der prominentesten Sprecher.<BR /><BR /> Was er zu sagen hatte, hatte es durchaus in sich. Guardiola rief nämlich zum Ungehorsam gegenüber der Zentralregierung in Madrid auf. Beim folgenden Referendum entschied sich die Mehrheit für eine Unabhängigkeit der Region – allerdings ist die Region immer noch Teil Spaniens. Die Situation spitzte sich in der Folge immer weiter zu und gegen Guardiola wurden sogar polizeiliche Ermittlungen eingeleitet. Nichtsdestotrotz gilt Guardiola weiterhin als feuriger Verfechter der Sache.<BR /><BR /><BR /><b>Sean Connery</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726188_image" /></div> Auch bei Sean Connery steht sein Einsatz für die Unabhängigkeit seiner Heimat im Vordergrund. Wenngleich es auf den ersten Blick manchem komisch erscheinen mag, wenn ausgerechnet der ehemalige 007-Darsteller ein Befürworter der Trennung Schottlands von Großbritanniens ist. <BR /><BR />So war Connery etwa auch vor dem letzten schottischen Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014 keineswegs im „Einsatz seiner Majestät“ unterwegs. Kurz vor der Wahl wird er in mehreren Medien folgendermaßen zitiert: „Als Schotte und jemand, der sein Leben lang Schottland wie auch die Kunst geliebt hat, bin ich überzeugt, dass die Gelegenheit für die Unabhängigkeit zu gut ist, um sie zu verpassen.“ Das Referendum endete schließlich mit einem knappen „Nein“ zur Unabhängigkeit. <BR /><BR />Doch der nun erfolgte Brexit hat die Karten noch mal neu gemischt und in Schottland den Wunsch nach einem erneuten Referendum aufleben lassen. Wie genau der Oskar-Gewinner und ehemalige „Mann mit der Lizenz zum Töten“ wieder abstimmen würde, ist schon mal klar.<BR /><BR /><BR /><b>Vitali Klitschko</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726191_image" /></div> <BR />Im Boxring war er das Schreckgespenst seiner Gegner – nun auch im Rathaus von Kiew. Der ehemalige ukrainische mehrfache Schwergewichtsweltmeister hat schon vor dem Ende seiner sportlichen Laufbahn starkes politisches Engagement gezeigt. Bereits im Jahr 2006, also noch mitten in seiner aktiven Boxkarriere, trat Klitschko bei der Wahl zum Amt des Bürgermeisters der ukrainischen Hauptstadt an. Für ihn eigentlich ungewohnt, setzte es hier aber eine knappe Niederlage gegen einen Kontrahenten. <BR /><BR />Doch seine politische Karriere sollte erst noch an Fahrt aufnehmen. 2010 wurde Vitali Klitschko zum Vorsitzenden der neu gegründeten pro-westlichen Partei Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen. Bei den Protesten gegen Präsident Janukowitsch im Jahr 2014 wurde Klitschko zu einer der wichtigsten Figuren. Nach der erfolgreichen Revolution trat der ehemalige Boxweltmeister erneut zu den Bürgermeisterwahlen in Kiew an und konnte schließlich triumphieren. In der nach wie vor schwierigen politischen Lage der Ukraine gab es für ihn seitdem einige Kämpfe zu bestreiten. 2020 wurde er im Amt des Bürgermeisters bestätigt. <BR /><BR /><BR /><b>George Weah</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726194_image" /></div> <BR />Fans des AC Milan ist dieser Mann aus Liberia immer noch bestens bekannt. George Weah hat zwischen 1995 und 2000 über 100 Pflichtspiele bestritten und dabei 46 Tore erzielt. Doch der Weltfußballer des Jahres 1995 zeigte auch abseits des Platzes großen Einsatz. So nutzte er nach dem Ende seiner Profikarriere seine Popularität und gründete die liberianische Partei Congress for Democratic Change. Im Jahr 2005 kandidierte er in seiner Heimat zum ersten Mal für das Amt des Präsidenten, musste sich aber knapp geschlagen geben. <BR /><BR />Sein politisches Engagement dämpfte diese Niederlage allerdings nicht. Er holte sein Abitur nach und besuchte eine Universität, um sich besser auf seine politische Laufbahn vorzubereiten. 2014 konnte er schließlich einen Platz im liberianischen Senat ergattern. Drei Jahre später beschloss er für das Präsidentenamt zu kandidieren. Dieses Mal war seine Kampagne auch von Erfolg gekrönt. Seit 2018 ist der ehemalige Weltklasse-Stürmer nun Präsident von Liberia. Schon während seiner Laufbahn als Fußball-Profi engagierte sich Weah zudem für humanitäre Projekte und war UNICEF-Botschafter. <BR /><BR /><BR /><b>Arnold Schwarzenegger</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726197_image" /></div> <BR />Der „Terminator“ ist sicherlich eines der bekanntesten Gesichter, wenn es um Promis geht, die sich auch auf dem politischen Parkett einen Namen gemacht haben. Der ehemalige siebenfache Mister Olympia wurde einst vom Bodybuilder zum Hollywood-Star. Besonders bekannt wurde er durch seine Hauptrolle in den Terminator Filmen oder als „Conan“. Doch seine Metamorphose war damit noch lange nicht abgeschlossen. 2003 wagte er den Schritt ins Politikgeschäft und schaffte es dort schließlich ins Amt des Gouverneurs von Kalifornien. <BR /><BR />Auch hier hatte Schwarzenegger so manchen Kampf zu bestreiten. Er verstand es allerdings stets geschickt zwischen den verschiedenen politischen Lagern und Strömungen zu vermitteln. Seine strikte Linie in Bezug auf die Todesstrafe brachte ihm heftigen Gegenwind aus Europa, besonders aus seiner Heimat Österreich. Zuletzt machte er sich aber vor allem einen Namen im Kampf für Umweltschutz und als einer der prominentesten republikanischen Kritiker von Donald Trump. <BR /><BR /><BR /><b>Pink</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726200_image" /></div> Schon ihre Auftritte zeigen, dass Pink keinesfalls zu halbseidenen Kompromissen bereit ist. Alecia Beth Moore, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, blickt dabei schon auf eine sehr bewegte Kindheit zurück, die sie maßgeblich prägte. Als Jugendliche hatte sie mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Mit 16 Jahren zog sie nach Atlanta, um dort eine Karriere als Rock-Star zu beginnen. Dort sollte dem Punk-Star schon bald der Durchbruch gelingen. Seit 1996 machte sie sich in der Szene einen immer bekannter werdenden Namen. <BR /><BR />Seitdem hat sie kaum ein Blatt vor den Mund genommen und ihre Meinung offen in die Welt getragen. So haben ihre Lieder sehr häufig einen ernsten politischen Hintergrund. Beispielhaft ist hier ihre gesungene Botschaft an Präsident Georg W. Bush. In „Dear Mr. President“ kritisiert Pink im Jahr 2006 Bushs politische Agenda. Darunter etwa den Irakkrieg, die langsam anlaufende Hilfe nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans, die strikten Abtreibungsgesetze oder auch seine Haltung zu Homosexualität. Auch sie machte sich als Kritikerin der Politik von EX-US-Präsident Trump einen Namen. <BR /><BR /><BR /><b>Lilli Gruber</b><BR /><BR />Auch in Südtirol gibt es immer wieder Promis, die sich politisch engagieren. Bekannt geworden ist auf diesem Gebiet etwa Journalistin und PD-Politikerin Lilli Gruber. Die gebürtige Boznerin wurde ab 1991 Moderatorin der Hauptnachrichtensendung tg1. Zudem war sie als Journalistin in mehreren Krisengebieten im Einsatz. <BR /><BR />Die heute 64-Jährige tat sich als Kritikerin der Regierung Berlusconi hervor und wechselte schließlich aus dem Mediensektor in die Politik. 2004 kandidierte sie erfolgreich für das Linksbündnis L’Ulivo bei den Europawahlen. Im Europäischen Parlament gehörte sie schließlich der Fraktion der Sozialdemokraten an. Nach einer Amtsperiode erklärte Gruber 2008 bei den anstehenden Europawahlen nicht mehr anzutreten. Sie widmete sich anschließend wieder ihrer journalistischen Karriere. Zudem machte sie sich auch als Schriftstellerin einen Namen. <BR /><BR />