Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte. <BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Der Ausgangspunkt unserer Wanderung, nämlich der Streuweiler Trafoi, liegt an der von Prad zum Stilfser Joch führenden Straße an dem von Wiesen geprägten Sonnenhang, dem südseitig aufragenden Ortlermassiv und seinen Trabanten gerade gegenüber. Von da zieht sich das innerste Trafoital noch ein Stück hinein bis zum Fuß der Madatschspitze, unserem Wanderziel.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1318017_image" /></div> <BR /><BR />Anfangs durch Wiesen und dann durch Wald geht es weitgehend eben in das besagte innerste Trafoital, dessen Gesamtbild von dunkelgrünen Nadelbäumen und Latschen, blühenden Grasinseln, hellen Geröllströmen, rauschenden Wildbächen, felsigen Bergflanken und gleißenden Gletschern bestimmt wird. <BR /><BR />Und dort befindet sich, jenseits des breiten, geröllreichen Bachbetts am Fuß des Ortlers und am Rand einer kleinen Rasenfläche, die innen besonders schöne barocke Marienkirche zu den Heiligen Drei Brunnen zusammen mit einer Loretokapelle und dem kleinen hölzernen Brunnenhaus, alles zusammen eine einsame, aber überaus idyllisch gelegene, weitum bekannte Wallfahrtsstätte. <BR /><BR /> Es wird vermutet, dass es hier schon sehr früh ein Quellheiligtum gegeben habe, das mit jenen nahen Waldquellen zusammenhängt, von denen das nach dem Volksglauben heilkräftige Wasser vom Wald her drei kleinen Brunnen im genannten „Brunnenhaus“ zugeführt wird. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1318020_image" /></div> <embed id="dtext86-74964716_listbox" /><BR /><BR />Die Ursprungslegenden bringen das Heiligtum aber auch mit dem frommen Mönch Johannes de Grava aus Müstair sowie mit jenen Riesenquellen in Verbindung, die hoch über dem Talschluss urplötzlich aus der großen Felsflanke der Madatschspitze hervorbrechen. <BR /><BR />Bereits im 13. Jahrhundert soll hier die Einsiedelei des besagten Mönchs bestanden haben, 1526 ist ein Kreuzgang zu den drei Brunnen urkundlich belegt, um 1645 erfolgte der Bau der Loretokapelle und um 1702 wird schließlich die heutige, innen überaus sehenswerte Marienkirche erbaut.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1318023_image" /></div> <BR /><b>Wegverlauf:</b> Von Trafoi (1.530 m) der Beschilderung „Drei Brunnen“ folgend kurz der Straße nach hinein zur Rechtskehre (Hotel Schöne Aussicht), zum Nationalparkhaus und zur Kirche von Trafoi (1.543 m). Von dort ein gutes Stück auf breitem Weg durch Wiesen hinein zu einer kleinen Häusergruppe und kurz auf schmaler Straße weiter teils eben, teils leicht ansteigend talein zu Wegweisern; nun links ab, auf dem Annaweg (Markierung 6) durch Wald unterhalb der Straße weiter, zuletzt wieder auf der Straße hinein zur Brücke und über sie zur Wallfahrtsstätte (1.605 m; ab Trafoi knapp 1 Std.). – Rückkehr nach Trafoi über den beschriebenen Weg (Varianten entnehme man der Karte).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> ca. 80 m <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Leicht und problemlos.<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 2 Std.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 08 (Ortlergebiet)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>