Donnerstag, 07. Januar 2016

Vor 900 Jahren Licht Christi entzündet

Einen ganz besonderen Freudentag erlebte die Pfarrei St. Leonhard am 6. Jänner 2016, am Hochfest der Erscheinung des Herrn.Das, mit einer Girlande verzierte Kirchentor, gab Einlass in das weihnachtlich festlich geschmückte Gotteshaus, welches, bezeugt durch die Weiheurkunde, vor 900 Jahren am 5. Jänner 1116 von Bischof Gebhard von Trient geweiht wurde.

Sehr feierlich wurde das Pontifikalamt begangen.
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Sehr feierlich wurde das Pontifikalamt begangen.

Zu diesem bewegenden Anlass kam Diözesanbischof Ivo Muser in den Passeirer Hauptort,  um mit der Pfarrgemeinde ein würdevolles Pontifikalamt zu feiern. Gemeinsam mit dem Althochmeister und Prior des Deutschen Orden Arnold Wieland, Pfarrer P. Christian Stuefer OT,  Hochw. Wolfgang Rick aus der Erzdiözese Köln, Diakon Philipp Werner aus München, P. Wolfgang Fischer- Felgitsch OSB  –  Mitarbeiter der Präfektur des Päpstlichen Hauses im Vatikan und Ehrenkaplan der  Sta. Maria dell‘ Anima in Rom, P. Sven Conrad FSSP aus dem Priesterseminar Wigratzbad, Fr. Markus Mur - Novize im Deutschen Orden sowie dem Bischofssekretär Hochw. Michael Horrer, einer Schar von Ministranten und den Fahnenabordnungen der Schützen, des Frontkämpferverbandes, der Freiwilligen  Feuerwehr und den Carabinieri in Galauniform,  erfolgte der Einzug zum Altarraum.

„Vor 900 Jahren wurde das Licht Christi hier in dieser Kirche entzündet. Generationen von Menschen haben sich hier getroffen, haben hier gebetet, haben hier gedankt, haben hier gebetet, haben hier vor ihrem Herrn die Knie gebeugt. Wir alle sind heute hier mit einer großen Bitte, dass das Licht Christi diesem Ort, dieser Pfarrgemeinde, diesem Tal, und unserm ganzen Land erhalten bleibe. Heute liegt es an uns, das Licht zu empfangen und das Licht weiterzugeben. Rufen wir Christus herein in unsere Gottesdienstgemeinde, ihn, den Herrn, ihn, das Licht unseres Weges und der gesamten Welt“ sagte Bischof Muser und wies auch auf das Hochfest der Erscheinung  des Herrn hin, welches eines der  ältesten, größten und wichtigsten Festtage des Kirchenjahres ist.

Die Mitwirkung des Kirchenchores und des Chororchesters, unter der Leitung von Albrecht Lanthaler,  trug zu einem wesentlichen Teil bei, dass mit der Aufführung der Missa in C-Dur von Robert Führer, dem „Transeamus“ von Joseph Schnabel und dem „Öffnet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt, das Hochamt zusätzlich zu einem musikalischen Hochgenuss wurde. Die Orgelbegleitung hatte Gernot Hofer inne.

Gemeinsam mit der Schützenkompanie „Andreas Hofer“ und der musikalischen Begleitung der Musikkapelle „Andreas Hofer“,  begaben sich die Hohe Geistlichkeit und viele Anwesende ins Vereinshaus zu einem Umtrunk, welchen der Pfarrgemeinderat in Zusammenarbeit mit der Katholischen Frauen- und Männerbewegung vorbereitet hatte. Dazu gab es die Gelegenheit mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen.

Der Festtag klang am Nachmittag mit der feierlichen Dreikönigs-Vesper, die der Kirchenchor auch mitgestaltet hat, und dem sakramentalen Segen aus.

Dass sich die Jubiläumsfeier nicht nur auf den einen Tag beschränkt, werden im Laufe des Jahres noch einige Veranstaltungen und kirchliche Feiern abgehalten. Am 25. April kann jede/r Interessierte an der Bus-Wallfahrt mit Start um 8 Uhr zur Urpfarre Schenna und zum Bistumssitz Hl. Vigilius in Trient teilnehmen. Am 3. Juli wird in St. Leonhard die Primiz von Philipp Werner feierlich begangen. Einen Tag der offenen Kirchen gibt es am 4. September. Mit der Ausstellungseröffnung „Kirchliches Leben in der Pfarrei“  am 4. November und dem Hochamt am 6. November, anlässlich des Leonhardfestes, erreichen die Feierlichkeiten einen weiteren Glanzpunkt. Mit der Diakonweihe von Peter Lanthaler am 13. November im Dom zu Brixen, findet das Jubiläumsjahr seinen Abschluss.

Text / Fotos: Bernadette Pfeifer

Ortschronistin, St. Leonhard

stol