Die deutsche Bundesregierung wolle das Interesse der deutschen Wirtschaft an Investitionen in Afrika wecken, wobei dafür „natürlich rechtlich sichere Rahmenbedingungen“ erforderlich seien.„Wir wollen keine langfristige Abhängigkeit erzeugen, sondern wir wollen einfach fair handeln, wie wir das mit anderen Ländern auch tun“, sagte die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. So könne afrikanischen Geschäftsleuten die Einreise nach Deutschland erleichtert werden.Bildung fördernBildung und Ausbildung würden aber weiter ein Schwerpunkt deutscher Afrikapolitik bleiben, sagte Merkel und rief die Afrikaner auf, „durchaus Deutsch zu lernen“ und sich auf ein Studium in Deutschland einzulassen.Die deutsche Bundesregierung wolle die Leitlinien ihrer Afrikapolitik noch einmal überarbeiten, kündigte die Kanzlerin an. Sie empfängt am Montag den Präsidenten Senegals, Macky Sall. EU-Afrika-Gipfel kommende Woche in BrüsselDer Gipfel findet am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel statt. Es ist das vierte derartige Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und 55 afrikanischen Staaten. Nach Kairo, Lissabon und Tripolis findet der Gipfel erstmals in Brüssel statt. Er steht unter dem Motto „Investieren in Menschen, Wohlstand und Frieden“.Mit den Staats- und Regierungschefs der EU und Afrikas, Vertretern der Institutionen von EU und Afrikanischer Union und internationalen Beobachtern wird der Gipfel die größte hochrangige Veranstaltung, die jemals im Brüsseler EU-Ratsgebäude stattgefunden hat. Eingeladen ist auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon.Mugabe boykottiert TreffenVom Gipfel selbst ist aber nur wenig Konkretes zu erwarten. Die EU will eine „Roadmap“ für die künftige Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten in einem weiten Bereich festschreiben.Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat seine Teilnahme am EU-Afrika-Gipfel in der kommenden Woche abgesagt. Ein Vertreter des Außenministeriums in Harare begründete den Verzicht am Freitag mit Uneinigkeit über die Zusammensetzung der simbabwischen Delegation.Als „Problem“ benannt wurde gleichzeitig, dass Mugabes mit einer EU-Einreisesperre belegte Ehefrau kein Visum bekommen habe. Simbabwe hatte zuvor sogar einen Komplettabsage des Gipfels verlangt.apa/afp/reuters