Donnerstag, 09. Februar 2017

Vortragsreihe "Gott ist bei den Kindern" in Pfalzen

„In einer Gesellschaft, die den flexiblen und ungebundenen Menschen idealisiert, ist Beziehungslosigkeit der eigentliche Atheismus unserer Zeit. Dabei sind Beziehungen und Bindung zentral für eine christliche Erziehung.“ Karl Heinz Schmitt, Erziehungswissenschaftler und langjähriger Hochschulrektor gab den Pfalzener Zuhörern der Vortragsreihe „Gott ist bei den Kindern“ kürzlich viele neue Impulse mit auf den Weg.

Professor Karl Heinz Schmitt gab dem Publikum beim Vortrag „Gott ist bei den Kindern“ in Pfalzen (im Bild) viele neue Impulse mit auf den Weg.
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Professor Karl Heinz Schmitt gab dem Publikum beim Vortrag „Gott ist bei den Kindern“ in Pfalzen (im Bild) viele neue Impulse mit auf den Weg.

„Gott ist dort sichtbar, wo Kinder Anerkennung, Vergebung, Heilung und Solidarität erfahren. Religiöse Erziehung hat daher nicht unbedingt mit Kirche zu tun“, erklärte Schmitt im Vereinshaus Pfalzen. So, wie auch Gottesdienst nicht bedeute, dass wir Gott dienen sollen: „Vielmehr dient er uns. Er möchte, dass wir und unsere Kinder frei leben können.“

Vier Grundinteressen Gottes

Wie können Eltern nun diesen liebenden Gott für Kinder greifbar machen? Schmitt beantwortete dies anhand vier Grundinteressen Gottes: Anerkennung, Vergebung, Heilung und Solidarität: „Jeder Mensch ist wertvoll, hat als Ebenbild Gottes die gleiche Würde und verdient die Chance auf Vergebung. Dabei geht es nicht darum, Schuld ungeschehen zu machen, aber einen Neuanfang zu ermöglichen. „Dort wo die vier Grundinteressen verwirklicht sind, dort ist Gott bei uns und zwar bedingungslos.

„Besonders deutlich werden diese in familiären Beziehungen: zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern und in der Partnerschaft. Wir alle - und gerade Kinder - brauchen andere Menschen, die für sie da sind und sie begleiten. Die Geburt eines Kindes zeigt diese Botschaft immer wieder aufs Neue: So wie ein Kind ohne Gemeinschaft und Menschen, die sich um es kümmern, nicht lebensfähig ist, so brauchen wir auch als Erwachsene die Beziehung zu anderen“, erklärte Schmitt.

Feste festigen Beziehungen

Ankerplätze für Gottes Interesse an uns Menschen sind die Feiertage. „Dabei gilt der Sonntag als prägendster Festtag, als Zeit, die uns geschenkt ist, nichts kostet und aus wirtschaftlicher Sicht wohl als überflüssig bezeichnet werden könnte. Das schulden wir unseren Kindern: Einen Tag des Überflusses, an dem Beziehungen wahrgenommen werden", schloss Professor Schmitt.

Die Vortragsreihe „Gott ist bei den Kindern“ wurde vom Fachausschuss Familienpastoral und der Zweigstelle Pfalzen des Katholischen Familienverbands Südtirol (KFS) gemeinsam mit dem Amt für Schule und Katechese der Diözese Bozen-Brixen organisiert und richtete sich vor allem an Eltern und Verantwortliche, die Kinder auf die Erstkommunion und Firmung vorbereiten.

Katholischer Familienverband Südtirol (KFS), 39100 Bozen

stol