Montag, 06. Juni 2016

Vorwahlen in den USA: Finale eines Abstimmungsmarathons

Im Präsidentschaftswahlkampf der USA stehen am letzten großen Vorwahltag Abstimmungen in sechs Bundesstaaten an. Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump dürften sich dabei am Dienstag (Ortszeit) rechnerisch die Mehrheiten sichern, die für die Kandidatur ihrer Parteien notwendig sind.

Donald Trump vs. Hillary Clinton: Die US-Amerikaner sind von keinem Kandidaten so wirklich überzeugt.
Donald Trump vs. Hillary Clinton: Die US-Amerikaner sind von keinem Kandidaten so wirklich überzeugt. - Foto: © APA

Besonders wichtig ist die Abstimmung in Kalifornien, dem größten Vorwahlstaat überhaupt. Gewählt wird auch in Montana, New Jersey, New Mexico, South Dakota und North Dakota.

Bei den Republikanern hat der umstrittene politische Quereinsteiger Trump keinen Konkurrenten mehr. Der Milliardär steht bereits seit längerem als voraussichtlicher Kandidat seiner Partei fest.

Endgültig werden über die Kandidaturen Parteiversammlungen im Juli entscheiden.

Sanders gibt weiterhin nicht auf

Bei den Demokraten wird der innerparteiliche Kampf um die Kandidatur wohl trotz einer deutlichen Mehrheit Clintons weitergehen. Ihr Konkurrent Bernie Sanders, Senator von Vermont, will keinesfalls aufgeben, sondern auf dem Parteitag eine Kampfabstimmung suchen.

Bis dahin will er Clinton die so genannten Superdelegierten abspenstig machen, mit deren Hilfe Clinton sich die Mehrheit der Delegierten sichert. Sanders müsste aber Hunderte dieser Superdelegierten für sich gewinnen.

Seit Februar haben Demokraten und Republikaner in allen 50 Bundesstaaten und den US-Außengebieten abgestimmt. Die letzte Vorwahl ist am 14. Juni die der Demokraten in der Hauptstadt Washington DC.

dpa

stol