Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Nachdem wir von Morter aus, dem ersten Dorf an der ins Martelltal führenden Straße unweit von Latsch, in kurzem Aufstieg den Rautwaal erreicht haben, wandern wir auf seinem zuerst von dichterem Nadelwald und dann von lichtdurchfluteten Laubgehölzen gesäumten Begleitweg durch die Hänge hinein bis zur Plima, dem Marteller Talbach.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1296942_image" /></div> <embed id="dtext86-74221049_listbox" /><BR /><BR />Der drei Kilometer lange Rautwaal gehört zu den schönsten Bewässerungskanälen des Latscher Raumes. Ob in ihm bereits zu Ostern oder erst etwas später das Wasser fließen wird, konnte man mir noch nicht sagen, aber auch ohne Wasser bietet der Wegverlauf aufgrund seiner Naturbelassenheit eine sehr schöne Wandermöglichkeit.<BR /><BR />Am Ende des Rautwaales überqueren wir jedenfalls über eine massive Brücke die Plima, kommen zu einer in den 1940er-Jahren errichteten Barbarakapelle und folgen danach dem Neuwaal. Dieser ist zwar schon längst trockengelegt und neu war er vor langer Zeit nach seiner Errichtung, der Begleitweg ist aber nach wie vor gut begehbar.<BR /><BR />Man könnte diesem Weg bis zu seinem Ende oberhalb von Latsch folgen, wir aber verlassen ihn ungefähr auf halber Strecke und wählen den Abstieg über den Schlosshügel Montani. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1296945_image" /></div> <BR />Die stattliche, 1228 von Albert von Tirol erbaute Burg Obermontani, in der eine Handschrift des berühmten Nibelungenliedes gefunden wurde, gehört zu den bedeutendsten Burgen des Vinschgaus, ihr Inneres ist aber nicht allgemein zugänglich. Unweit der Burg befindet sich die Stefanskapelle, deren Inneres kostbare gotische Fresken enthält und an bestimmten Wochentagen zugänglich ist, worüber das Tourismusbüro in Latsch nähere Auskünfte erteilt.<BR /><BR />Der weitere Abstieg führt uns ab Obermontani bald an der zwar nur noch in Resten erhaltenen, aber doch eindrucksvollen Burg Untermontani aus dem 12. Jahrhundert vorbei. Am Fuß des mächtigen Burghügels angelangt, überqueren wir schließlich über eine gedeckte Holzbrücke noch einmal die rauschende Plima, und wenig später beenden wir unsere Vinschgauer Frühlingswanderung.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1296948_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> In Morter vom Kulturhaus (Parkplatz, 727 m) zuerst auf dem Schwaiger Weg (Straße) zwischen den Häusern westseitig hinauf gegen den Putzenhof, vorher bei Wegweisern rechts hinauf und auf links abzweigendem Steig zum Rautwaal (ca. 860 m; ab Morter knapp 1/2 Std.). Nun immer diesem folgend in ebener Wanderung zuerst durch Nadelwald und dann großteils durch Laubgehölze in ebener Wanderung südwärts und zuletzt kurz hinab zur breiten Brücke über die Plima (ca. 860 m, ab Waalwegbeginn knapp 1 Std.). Von hier die Talstraße überquerend zur nahen Barbarakapelle, auf dem Begleitweg des längst aufgelassenen Neuwaals großteils eben durch Mischwald hinaus zu Wegteilung, auf breitem Fahrweg kurz hinunter zum Montanigerhof, hinüber zu Wegteilung unter dem Schloss Obermontani, auf dem Fußweg hinunter zur Ruine Untermontani und zum Bergfuß, links auf überdachter Holzbrücke über die Plima und durch die Obstgüter zurück nach Morter (ab Barbarakapelle 1 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> ca. 140 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 2 1/2 – 3 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Leichte Rundwanderung auf guten Wegen.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 045 (Latsch – Martell – Schlanders)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>