Eine von dem 63-Jährigen geführte Koalition kann mit einer Mehrheit im Unterhaus rechnen, wie eine Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts C-Voter am Montag ergab.Das offizielle Endergebnis der über zehn Stufen gehenden größten demokratischen Abstimmung in der Weltgeschichte soll am Freitag vorliegen. Nachwahlbefragungen lagen in Indien allerdings häufiger falsch. So deuteten sie auch bei der Wahl 2004 auf einen Sieg der BJP (Bharatiya Janata Party/Indische Volkspartei), die diesmal mit Modi als Spitzenkandidat in die Wahl zog. Am Ende gewann aber die Kongresspartei.Bei der fünf Wochen andauernde Parlamentswahl konnten fast 815 Millionen Menschen wählen. Damit war es die größte demokratische Abstimmung, die es jemals gegeben hat. Nach Angaben der Wahlkommission zeichnete sich eine Rekordbeteiligung ab. „Die Menschen gingen eifrig wählen, weil sie hoffen, die Regierung ändern zu können“, sagte Sanjay Kumar, Direktor des Zentrums für Studien von Entwicklungsgesellschaften in Delhi.Die Wahlbeteiligung lag bis zum Sonntag bei mehr als 66 Prozent. Das ist mehr als im bisherigen Rekordjahr 1984, in dem sie bei 64 Prozent lag. Ein Sprecher der hindu-radikalen Freiwilligenorganisation RSS sagte, auch die bis zu zehn Millionen RSS-Unterstützer hätten Wähler mobilisiert.Indiens Präsident Pranab Mukherjee stimmte – einer alten Tradition folgend – nicht ab. Mukherjee sei als Staatsoberhaupt politisch neutral, sagte sein Sprecher.apa/reuters/dpa