Bekanntlich stellen sich erstmals für die Ärzte 3 und für die Zahnärztekommission 2 konkurrierende Listen der Wahl. Und die kämpfen mittlerweile fast schon verbittert um die Gunst ihrer Wähler.<BR /><BR /> So sehr, dass selbst am Wahltag noch um jede Stimme geworben wurde. Während Kammervizepräsidentin und Listenführerin der „Vereinten Ärzte“, Dr. Monica Oberrauch, gut eingepackt gegen die Kälte vor dem Sitz der Kammer auf die Wahlberechtigten wartete, um ein letztes Mal mit einem Flyer auf ihre Liste aufmerksam zu machen, gab es die Wahlaufforderung für die Konkurrenzliste „Wir Ärzte“ sogar noch im Sitz der Ärztekammer. Auf dieser Liste kandidiert auch der aktuelle Präsident Dr. Claudio Volanti.<h3> Quorum nicht erreicht</h3> Verteilt wurde die „Gedächtnisstütze“ zusammen mit einer für „seine“ Zahnärzteliste vom erneut kandidierenden Zahnärzte-Präsidenten Dr. Rampulla. Und der empfing damit die Wähler gleich hinter der Eingangstür – sozusagen fast an der Wahlkabine. Dem Wunsch der Konkurrenz nach einem Wahlbeobachter aus ihren Reihen hatte Dr. Volanti – trotz ausdrücklichem Plazet des Präsidenten der gesamtstaatlichen Vereinigung der Ärztekammern (FNOMCeO), Dr. Filippo Anelli – nicht stattgegeben. Vielleicht passiert das ja bei der 2. Einberufung, denn bei der ersten wurde das Quorum nicht erreicht.<BR /><BR />Für die Gültigkeit der Neuwahlen der Ärztekammer muss nämlich in erster Einberufung ein Quorum von 40 Prozent erreicht werden. Dies wurde bei der ersten Einberufung am vergangenen Sonntag (online)/Montag (Papierform am Sitz) bei weitem verfehlt. Nun folgt am kommenden Wochenende die zweite Einberufung (Samstag von 10 bis 18 Uhr online und am Sonntag von 10 bis 15 Uhr in Präsenz am Sitz der Kammer in Bozen) mit einem Quorum von nur mehr 20 Prozent der Mitglieder. Eine dritte Einberufung wäre ohne Quorum.