Montag, 18. Mai 2015

Walten: Gedenken an die Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkrieges

Passeirer Vorfahren mitten ins Dorfleben gestellt - Viertägige Ausstellung im Schulhaus

Am Hochfest Christi Himmelfahrt wurde bei der hl. Messe, von P. Christian Stuefer in würdiger Weise zelebriert,  der Opfer des 1. Weltkrieges gedacht.
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Am Hochfest Christi Himmelfahrt wurde bei der hl. Messe, von P. Christian Stuefer in würdiger Weise zelebriert, der Opfer des 1. Weltkrieges gedacht.

Walten in Passeier. In ergreifender Weise wurden am Samstag, 16. Mai 2015, die Gefallenen des 1. Weltkrieges und die Vorfahren jener Zeit mitten in das heutige Dorfleben von Walten gestellt. Auf den Tag genau vor hundert Jahren war das Standschützen-Bataillon Passeier zur Verteidigung der Tiroler Front, insbesondere zum Ausbau der Stellungen am Valparola-Pass sowie zur Sicherung der Nachschubwege zum Col di Lana ausgerückt.

Mit ihrer Gedenkfeier ist die Schützenkompanie „Major Georg Klotz“ einen völlig neuen Weg gegangen: Angehörige haben nach dem Regimentssignal, das vom Trompeter Anton Augscheller der Musikkapelle Walten jeweils geblasen worden war, Namen, familiäre und militärische Zuordnung sowie Todesumstand jedes einzelnen der 8 Gefallenen und Daten des vermisst Gebliebenen vorgetragen. Für jeden Gefallenen bzw. den Vermissten wurde von den Nachkommen eine Rose am Denkmal niedergelegt.

In der von Wolfram Klotz organisierten und von Passeirer Historikern wissenschaftlich betreuten Ausstellung über die Waltner und Passeirer während des 1. Weltkrieges werden die Leiden und Entbehrungen der Bevölkerung jener Zeit lebendig. Alle, die diese Ausstellung gesehen haben, waren beeindruckt und kehrten mit dem Gefühl tiefer Betroffenheit und Dankbarkeit in ihren heutigen Alltag zurück.

Die Ausstellung ist noch am Dienstag, 19. Mai, im Vereinssaal von Walten (Schulgebäude nahe der Jaufenstraße) von 14 bis 22 Uhr zugänglich.

 

Dr. Eva Klotz

Dorfchronistin, St. Leonhard

stol