Samstag, 06. Mai 2017

Warnung vor Veröffentlichung von Macron-Leaks

Die staatliche Kontrollinstanz zur Überwachung des französischen Präsidentschaftswahlkampfs hat Medien davor gewarnt, Inhalte von gehackten Dokumenten der politischen Gruppierung von Emmanuel Macron zu veröffentlichen.

Emmanuel Macron
Emmanuel Macron - Foto: © LaPresse

Die Verbreitung falscher Nachrichten könne strafrechtlich geahndet werden, teilte die Nationale Kommission zur Kontrolle des Wahlkampfs Samstagfrüh auf ihrer Internetseite mit.

Die Kommission (CNCCEP) erklärte, dass sie am Freitag von Macrons „En Marche!“-Bewegung über den Hackerangriff informiert worden sei. Ein Teil der Informationen bestehe wahrscheinlich aus Fälschungen. Macron tritt am Sonntag in der Stichwahl gegen die Kandidatin Marine Le Pen an und gilt als Favorit.

Laut der Online-Enthüllungsplattform WikiLeaks handelt es sich bei den ins Internet gestellten Dokumenten um zehntausende E-Mails, Fotos und Dateianhänge wie Rechnungen und Verträge. Die jüngsten datierten vom 24. April – einen Tag vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl, aus der Macron als Favorit gegenüber seiner rechtspopulistischen Gegnerin Marine Le Pen hervorgegangen war. Die Daten haben demnach insgesamt einen Umfang von neun Gigabyte. WikiLeaks betonte, selbst nicht Quelle der Veröffentlichung zu sein.

apa

stol