Die Basilika Santa Maria Maggiore ist die wichtigste der mehr als 40 Marienkirchen Roms, daher der Name „Maria Maggiore“. <BR /><BR />Papst Franziskus hat die Kirche mehr als 100 Mal besucht, unter anderem am Morgen nach seiner Wahl sowie vor und nach seinen großen Reisen, um vor dem dort verehrten Marienbildnis „Salus Populi Romani“ (Beschützerin des Römischen Volkes) zu beten. <BR />Die viel verehrte Ikone auf einer Zedernholztafel stammt aus frühchristlicher Zeit, die Tradition schreibt es sogar dem Evangelisten Lukas zu, dem Schutzpatron der Maler. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974641_image" /></div> <BR /><BR />Was für die Entscheidung von Papst Franziskus sicher auch eine große Rolle spielt: In Santa Maria Maggiore ist auch der erste Papst aus dem Franziskanerorden, Nikolaus IV. (1288-1292), begraben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974644_image" /></div> <BR /><BR />Weiters ist die Kirche die Grablege der Päpste Honorius III. (1216-1227), Pius V. (1566-1572), Sixtus V. (1585-1590), Clemens VIII. (1592-1605), Paul V. (1605-1621) und Clemens IX. (1667-1669). Das Grabmal von Honorius III. wurde bei Umbauarbeiten zerstört und ist nicht mehr auffindbar. Gian Lorenzo Bernini (1598-1680), der Schöpfer der Kolonnaden am Petersplatz, ist hinter dem Papstaltar begraben.<BR /><BR />Eine größere innere Verbindung dürfte der Jesuit Franziskus mit dem Franziskaner-Ordensgeneral Nikolaus IV. haben, der fast auf den Tag genau 725 Jahre vor ihm den Papstthron bestieg – hat doch Franziskus das franziskanische Armutsideal in den Vatikan getragen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974647_image" /></div> <BR /><BR />Nikolaus' Wahl 1288 vorausgegangen war eine lange Sedisvakanz von fast 11 Monaten. Das Kardinalskollegium war damals heillos zerstritten. Als dann in der römischen Sommerhitze noch 6 Kardinäle starben und viele weitere erkrankten, verließen die Papstwähler die Stadt. Nur einer hielt die Stellung: der Generalobere der Franziskaner. Am Ende fiel die Wahl auf den 60-jährigen Girolamo Masci. Nebenbei: Auch Papst Franziskus trotzt jedes Jahr der römischen Sommerhitze.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974650_image" /></div> <BR /><BR />Viele Papstgrabmäler, vor allem aus dem 1. Jahrtausend, sind heute nicht mehr erhalten. Die meisten befinden sich im Vatikan und in Italien, viele aber auch außerhalb Roms. Grabstätten findet man in Frankreich (Avignon, Cluny, Marseille), Spanien, Deutschland (Hamburg, Bamberg) sowie auf der Halbinsel Krim. Dort steht ein Denkmal im Wasser, wo der verbannte römische Bischof Klemens I. (ca. 88-97/101) unter Kaiser Trajan mit Kette und Anker um den Hals ins Meer gestoßen worden sein soll.<BR /><BR />Der bislang letzte Papst, der nicht in Rom bestattet wurde, war der letzte Gegenpapst, Felix V. (gest. 1451; Abtei Hautecombe bzw. Turin). Der bislang letzte Pontifex, der nicht im Petersdom bestattet wurde, war Pius IX. (1846-1878). Sein Grab befindet sich in der Basilika San Lorenzo.<BR />