Freitag, 06. Oktober 2017

Weiter Rätselraten bei Anti-Terror-Ermittlungen in Paris

Knapp eine Woche nach dem Fund von vier Gasflaschen im vornehmen 16. Stadtbezirk von Paris rätseln Anti-Terror-Ermittler immer noch über das Motiv der mutmaßlichen Täter. Es sei nicht klar, warum ein Wohnhaus Ziel eines versuchten Anschlages war, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Francois Molins am Freitag in Paris. „Derzeit kann keine Hypothese ausgeschlossen werden.“

Foto: © LaPresse

Von den sechs Verdächtigen, die in Polizeigewahrsam genommen wurden, seien drei wieder freigelassen worden. Die restlichen drei Männer sollten vor einen Untersuchungsrichter gestellt werden und dann in Untersuchungshaft kommen. Ihnen werde unter anderem die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Zwei der Verdächtigen seien bereits vorher wegen radikalem Islamismus bekannt gewesen.

Die Flaschen waren am vergangenen Samstag in und vor einem mehrstöckigen Wohnhaus gefunden worden. Es sei um die Flaschen Benzin verschüttet worden, das in Brand gesetzt werden sollte, so Molins. Es habe dazu eine Vorrichtung gegeben, zu der auch ein Mobiltelefon gehörte. Bei der Explosion der Gasflaschen hätte „größerer Schaden“ angerichtet werden können.

apa/dpa

stol