Montag, 03. August 2015

Weiter starker Flüchtlingsandrang am Kanaltunnel

Mehr Polizei und mehr Zäune sollen Migranten von der illegalen Reise nach Großbritannien abhalten. Doch die Flüchtlinge in Calais versuchen trotzdem ihr Glück. Wo viele am Ende bleiben, ist unklar.

Foto: © APA/Reuters

Trotz des Einsatzes von mehr Polizisten und demonstrativer Härte aus London drängen Flüchtlinge weiter in Scharen zum Ärmelkanaltunnel in Nordfrankreich. In der Nacht zum Montag verhinderten Beamte 1700 Versuche, illegal nach Großbritannien zu gelangen, wie ein Sprecher der Präfektur des Departements Pas-de-Calais bestätigte.

Die britische Regierung von Premierminister David Cameron setzt weiter auf Abschreckung: Sie kündigte an, Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis die Wohnungssuche zu erschweren und dazu künftig Hausbesitzer in die Pflicht zu nehmen.

Am Eurotunnel-Terminal bei der nordfranzösischen Hafenstadt Calais versuchen Nacht für Nacht Hunderte Flüchtlinge zum Teil unter Lebensgefahr, auf Züge nach England zu gelangen. Sie erhoffen sich in Großbritannien bessere Asylbedingungen.

dpa

stol