Montag, 23. März 2020

Welcher Lebensmittelvorrat ist sinnvoll?

Auch wenn derzeit von irrationalen Hamsterkäufen zu Recht abgeraten wird: Gewisse Lebensmittel sollte man trotzdem jederzeit zu Hause vorrätig haben. Welche das sind, erklärt die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

Hamsterkäufe sind nicht angebracht, aber eine bestimmte Grundversorgung sollte jeder Haushalt vorrätig haben.
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Hamsterkäufe sind nicht angebracht, aber eine bestimmte Grundversorgung sollte jeder Haushalt vorrätig haben. - Foto: © shutterstock
Die VZS erklärt: „Generell wird empfohlen, einen Lebensmittelvorrat für 10 Tage daheim zu lagern. Schließlich treten Unwetter oder Stromausfälle meist plötzlich und ohne Vorlaufzeit ein und können die Versorgung mit Lebensmitteln beeinträchtigen.“

Der Kauf von Lebensmitteln, die man nicht gerne isst und die man deswegen zu einem späteren Zeitpunkt ungegessen wieder entsorgt, sollte vermieden werden. „Viel besser ist die so genannte dynamische Vorratshaltung: bestimmte Produkte, die man im Alltag häufiger verwendet, werden regelmäßig nachgekauft, so dass immer ein Vorrat vorhanden ist“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol.

„Die neu gekauften Produkte werden im Vorratsschrank oder in der Speisekammer jeweils ganz hinten eingeräumt, da sie die längste Haltbarkeitsfrist haben. Produkte, die schon vorrätig sind und eine kürzere Haltbarkeitsfrist haben, wandern im Regal somit immer weiter nach vorne und werden früher konsumiert“, so Raffeiner.

Grundvorrat an lange haltbaren Lebensmitteln

Wichtig ist laut den Behörden ein Grundvorrat an Wasser (am besten in der Glas-Mehrwegflasche), pro Person und Tag sollten es 2 Liter sein. Da im Falle eines länger andauernden Stromausfalls alle Produkte im Kühlschrank und in der Tiefkühltruhe nach kurzer Zeit entsorgt werden müssten, sollte man Lebensmittel einlagern, die ohne Kühlung haltbar sind.

Nudeln, Reis, Maisgrieß und Müslimischungen haben eine lange Haltbarkeit, machen satt und schmecken (hoffentlich) allen Familienmitgliedern. Kartoffeln können mehrere Wochen bis Monate lang im Keller gelagert werden. Aus Mehl und Trockenhefe kann im Bedarfsfall frisches Brot auch selbst gebacken werden. Alternativen zu frischem Brot sind Knäckebrot, Zwieback oder Cracker.

Gute Eiweißquellen sind getrocknete Hülsenfrüchte (wie Linsen oder Kichererbsen) oder solche aus der Dose, H-Milch und Fisch aus der Dose. Olivenöl oder andere pflanzliche Öle sowie Nüsse und Samen (wie Haselnüsse oder Kürbiskerne) sollten laut VZS ebenfalls vorrätig sein.

Bestimmte Apfelsorten lassen sich für eine gewisse Zeit einlagern. Gleiches gilt für Lagergemüse wie Karotten, Zwiebeln, Rote Rohnen, Lauch und verschiedene Kohlarten. Winterkürbisse halten sich zum Teil mehrere Monate lang. Trockenfrüchte wie getrocknete Apfelringe oder getrocknete Aprikosen sind eine leckere Ergänzung zu frischem Obst.

Je nach den persönlichen Vorlieben können bzw. sollen auch noch Honig, Marmelade, Fruchtsirup, Kekse und andere Süßigkeiten, Tomatensoße, Salz, Kaffee, Tee, Kakao, Milchalternativen wie beispielsweise Hafer Drink usw. vorrätig sein.
Auch für einen Vorrat an Hygieneartikeln (wie Toilettenpapier), Futter für Haustiere etc. sollte laut VZS gesorgt werden.

stol