Donnerstag, 18. Januar 2018

Weltweit weniger Opfer bei Anschlägen – IS bleibt aktivste Gruppe

Die Zahl der Opfer bei Terroranschlägen und anderen politisch motivierten Angriffen ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr weltweit deutlich zurückgegangen. Vor allem in den beiden Krisenländern Syrien und Irak seien 2017 weniger Menschen bei Angriffen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderer bewaffneter Gruppen ums Leben gekommen, teilte der militärische Branchendienst „IHS Jane's Conflict Monitor“ am Donnerstag mit.

Trotz seiner Gebietsverluste in Syrien und im Irak bleibt der IS weiter die mit Abstand aktivste Gruppe.
Trotz seiner Gebietsverluste in Syrien und im Irak bleibt der IS weiter die mit Abstand aktivste Gruppe. - Foto: © APA/AFP

Demnach wurden im vergangenen Jahr weltweit bei Angriffen fast 18 500 Menschen getötet, ein Rückgang um rund ein Drittel. Im Irak sei die Zahl der Todesopfer bei Anschlägen um 60 Prozent auf rund 3380 gesunken, im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien um 44 Prozent auf etwa 3640.

IS weiter die aktivste Gruppe 

Trotz seiner Gebietsverluste in Syrien und im Irak bleibt der IS weiter die mit Abstand aktivste Gruppe, wie aus der Studie hervorgeht. Während die Zahl seiner Angriffe auf mehr als 4500 stieg, fiel die Zahl der IS-Toten um etwa 40 Prozent auf rund 6500.

Der IS hatte 2017 den größten Teil seines Herrschaftsgebietes in Syrien und im Irak verloren. Die Zahl der gestiegenen Anschläge erklärt IHS Jane's damit, dass der IS nach den Niederlagen stärker auf aufständische Operationen setzt. Die Studie stützt sich nach eigenen Angaben auf öffentlich zugängliche Informationen.

dpa

stol