Montag, 18. September 2017

Weniger Migranten erreichen Italien – Druck auf Spanien steigt

Insgesamt haben in diesem Jahr deutlich weniger Migranten die Europäische Union erreicht als 2016. Während die Zahl der Ankömmlinge im August in Italien weiter deutlich zurückging, nimmt der Druck auf Spanien zu, wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Montag mitteilte.

Im August sind besonders wenig Flüchtlinge angekommen.
Im August sind besonders wenig Flüchtlinge angekommen. - Foto: © LaPresse

Im August hätten Spanien zwar etwas weniger Flüchtlinge über die westliche Mittelmeerroute erreicht als in den Vormonaten. Insgesamt kamen mit rund 13.600 Migranten aber fast dreimal mehr Menschen dort an als in den ersten acht Monaten 2016. Die meisten der dort registrierten Migranten stammen aus Marokko, der Elfenbeinküste und Gambia.

Dass sich die Lage in Italien entspannte, hatte Frontex zuletzt mit stärkeren Kontrollen der libyschen Küstenwache erklärt. Demnach schrecken diese Schlepper ab, die Menschen auf Booten in Richtung Europa zu schicken. Vermehrt werden Bootsflüchtlinge aber auch bereits in den Hoheitsgewässern des Bürgerkriegslandes aufgegriffen und zurück nach Libyen gebracht.

Jahrestief im August

Im August erreichten die Ankunftszahlen in Italien laut Frontex mit rund 4.500 ein Jahrestief und einen Rückgang im Vergleich zum Juli um 60 Prozent.

Über die vier zentralen Migrationsrouten – zentrales, westliches und östliches Mittelmeer sowie die westliche Balkanroute mit einer geringen Zahl an Grenzübertritten – kamen rund 142.700 Menschen nach Europa, 12.200 waren es im August. Im gesamten Jahr 2016 belief sich die Zahl auf rund 390.000.

apa/dpa

stol