Insgesamt 120 Felder wurden am Samstag mit viel Einsatz und Geschick abgemäht. Neben einer scharfen Sense waren dabei vor allem Ausdauer, Kraft und Geschick gefragt. Denn beim Handmähen zählt nicht allein die Geschwindigkeit: Auch die Sauberkeit der Mahd fließt in die Bewertung ein. Nachdem die Teilnehmer ihre Flächen abgemäht hatten, begutachtete die Jury die Qualität der Mahd. Aus der gestoppten Mähzeit und einem Zeitbonus beziehungsweise -zuschlag für die Sauberkeit ergab sich schließlich die Wertungszeit. <h3> Die diesjährigen Sieger der Jugend</h3>Am Ende des Tages standen schließlich die Sieger fest. Bei den Frauen setzte sich Maria Burchia aus Enneberg durch. Daniela Kofler aus dem Sarntal belegte den zweiten Platz, gefolgt von Katja Mittelberger aus Vöran. Bei den Männern war Georg Spiess aus dem Sarntal am schnellsten. Platz zwei ging an Jan Agreiter aus Enneberg, Platz drei an Klaus Lanziner aus Kastelruth. In der Kategorie Junioren holte sich Andreas Burchia aus Enneberg den Sieg. Lorenz Kofler aus dem Sarntal wurde Zweiter, Manuel Pedevilla aus Enneberg Dritter.<BR /><BR />Landesmeisterin darf sich Maria Burchia aus Enneberg nennen, Landesmeister wurde Lukas Paris aus Aussernördersberg. Die Titel gehen an die jeweils Erstplatzierten in den Kategorien Frauen und Männer, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1350402_image" /></div> <BR />Das Staffelmähen, zu dem fünf Gruppen angetreten waren, entschied das Team um Klaus und Lena Lanziner sowie Gabriel Comploi für sich. Simon Obkircher aus Völser Aicha gewann das Gaudimähen vor 41 Mitbewerbern. <h3> Vorfreude auf das Großereignis: Europameisterschaft 2027 in Südtirol</h3>Für die jungen Teilnehmer war der diesjährige Landesentscheid ein Vorgeschmack auf die Europameisterschaft, die 2027 nach 14 Jahren wieder in Südtirol ausgetragen wird. Vom 27. bis 29. August 2027 wird das Sarntal zum Treffpunkt der besten Handmäherinnen und Handmäher aus ganz Europa. Die Bauernjugend-Ortsgruppe organisiert zu diesem Anlass ein großes Zeltfest mit einem abwechslungsreichen Programm. <BR /><BR />„Unser großes Ziel ist es, bei der Europameisterschaft einen Heimsieg zu holen!“, freut sich SBJ-Landesobmann Raffael Peer bereits jetzt auf das Großereignis.<h3> Auch Senioren zeigen „Schneid“</h3>Auch die Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund trug in Völser Aicha ihren Wettbewerb im Handmähen aus. In der Kategorie „Senioren“ ging es darum, die sogenannte Geheimzeit – den aus den Einzelergebnissen errechneten Mittelwert – möglichst genau zu treffen.<BR /><BR />Der Herausforderung stellten sich 11 Frauen und 34 Männer über 60 Jahre. Mit viel Erfahrung und sichtbarer Freude gingen die insgesamt 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ans Werk und mähten die für den Wettbewerb vorgesehenen zwölf Quadratmeter großen Flächen ab. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Landesausschusses der Seniorenvereinigung, zeigte sich beeindruckt von der Routine und dem Können, mit dem die Seniorinnen und Senioren ihre Sensen führten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1350405_image" /></div> <h3> Mähkönigin und Mähkönig der Senioren</h3>Bei den Frauen sicherte sich Annemarie Tschager Tauferer aus Karneid den Sieg. Mit einer Zeit von 2:11,96 Minuten kam sie der Geheimzeit von 2:09,75 Minuten am nächsten. Bei den Männern hatte Josef Flenger aus Lüsen die Nase vorn: Mit 1:32,80 Minuten lag er nur wenige Hundertstelsekunden von der Geheimzeit von 1:33,06 Minuten entfernt.<BR />Den zweiten Platz belegten Greti Lun Oberrauch vom Ritten und Josef Ritsch aus Villnöß. Rang drei ging an Anna Faller Pircher aus Schenna und Paul Obwexer aus Villnöß.<BR /><BR />In einer weiteren Kategorie wurden die Tagesschnellsten ausgezeichnet. Bei den Frauen war dies Katharina Gruber Niederwanger aus Rein in Taufers mit einer Zeit von 1:33,28 Minuten. Bei den Männern war Josef Steidl aus Toblach am schnellsten: Er mähte seine Fläche in 43,50 Sekunden ab. Ausgezeichnet wurden außerdem die ältesten Teilnehmer des Tages. Marianna Egger aus Hafling, Jahrgang 1943, und Toni Falser aus Karneid, Jahrgang 1941, stellten sich ebenfalls der Herausforderung mit der Sense.<BR /><BR />Für eine weitere besondere Auszeichnung sorgte die Kategorie „Die/der Traditionellste“. Prämiert wurde dabei jene Person, die besonders „urig“ zum Mähen erschienen war. Die Jury sprach Rosina Rauter aus Latzfons diesen Preis zu.<BR /><BR />„Es ist schön, wenn das Mähen mit der Sense Jung und Alt auf diese Art verbindet und wir zusammen diese so wertvolle Tradition weiterführen können“, betonte Theresia Agreiter Larcher, die Landespräsidentin der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, zum Abschluss der Veranstaltung.