Ob Erwachsene oder Kinder – die Ungewissheit ist für die Angehörigen zeitlebens zermürbend. <BR /><BR /><BR /><BR /><b>Madeleine McCann</b><BR /><BR />Das ist die wohl bekannteste Vermisstengeschichte der letzten Jahre. Im Mai 2007 verschwand die fast 4 Jahre alte Madeleine „Maddie“ McCann aus einer Ferienwohnung in Portugal. Erste Ermittlungen der portugiesischen Polizei blieben auch über ein Jahr nach dem Verschwinden des britischen Mädchens erfolglos und wurden eingestellt. 2011 nahm die britische Polizei schließlich eigene Ermittlungen auf. Die Suche erhielt eine hohe mediale Aufmerksamkeit, insbesondere die Nachrichten der verzweifelten Eltern. Lange Zeit gab es verschiedene Verdächtige, auch gegen die Eltern wurde zeitweise ermittelt, allerdings ergab sich nichts Konkretes. Im Jahr 2020 allerdings taucht eine heiße Spur in Deutschland auf. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig gab bekannt, dass sie gegen einen vorbestraften 43-jährigen Deutschen Ermittlungen wegen Verdachts des Mordes aufgenommen hat. Spuren über den Verbleib von „Maddie“ und mehr Erkenntnisse über ihr tragisches Schicksal wurden bisher aber immer noch nicht gefunden.<BR /><BR /><BR /><b>Daniel Küblböck</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709940_image" /></div> <BR />Als „schräger Vogel“ der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ wurde Daniel Küblböck im Jahr 2002 schlagartig bekannt. Am Ende landete er auf dem dritten Platz, seine Single „You Drive Me Crazy“ gelangte aber an die Spitze der Deutschen Charts. Küblböck blieb in den Medien weiterhin präsent. Es folgte eine Karriere-Achterbahnfahrt bis zu jenem schicksalhaften Tag im September 2018, an dem er sich am Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Richtung New York befand. Das Umfeld des Künstlers zeigte sich schon vor der Reise besorgt über seinen psychischen Zustand, Passagiere berichteten, dass sich Küblböck seltsam verhalten hätte. Am 9. September ging er gegen 4 Uhr morgens von Bord. Kurz darauf starteten einige Suchaktionen, die allerdings keinen Erfolg hatten. Küblböck ist seitdem nicht mehr gesehen worden und wurde im Februar dieses Jahres per gerichtlicher Entscheidung für tot erklärt. Gefunden wurde und wird er vermutlich nicht mehr. <BR /><BR /><BR /><b>Inga Gehricke</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709943_image" /></div> <BR />An einem Samstagabend im Mai 2015 passiert das, was für alle Eltern der pure Albtraum ist. Familie Gehricke ist im Diakoniewerk Wilhelmshof zu Besuch, wo an diesem Tag ein kleines Fest stattfindet. Die damals 5-Jährige war gerade dabei, mit anderen Kindern im Wald nach Holz für ein Lagerfeuer zu suchen. Doch von dieser Mission kehrte sie nicht mehr zurück. Innerhalb kürzester Zeit wurden etwa 1000 Einsatzkräfte mobilisiert, die nach Inga suchten, jedoch ohne Erfolg. Die Fahndung wurde schließlich auf ganz Europa ausgedehnt, aber vom Mädchen fehlt weiter jede Spur. Vor Kurzem war ihr 12. Geburtstag, an dem ihr Vater an den Ort des Verschwindens zurückgekehrt ist und die Behörden ein weiteres Mal dazu aufrief den Fall neu aufzurollen.<BR /><BR /><BR /><b>Joe Pichler</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709946_image" /></div> <BR />Anfang stand der Traum von Hollywood: Geboren wurde Joseph „Joe“ Pichler 1987 in Bremerton (Washington) und kam schon im Kindesalter nach Los Angeles. Dort konnte er sich vor allem durch seine Rolle als Brennan Newton in der Filmreihe „Beethoven“ einen Namen machen. Anschließend kehrte er in seine Heimatstadt zurück, um dort 2005 seinen erfolgreichen Abschluss zu machen. Anschließend wollte er zurück in die „Traumfabrik“ – doch er kam dort nie an. Das letzte Lebenszeichen des jungen Schauspielers gab es am 5. Jänner 2006, als er einen Freund am Handy anrief. 3 Tage später wurde sein Auto verlassen aufgefunden, von Pichler wurde seitdem nichts mehr gehört oder gefunden.<BR /><BR /><BR /><b>Daniel Lind Lagerlöf</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709949_image" /></div> <BR /><BR />Sturmböen peitschen die schwedische Skagerrak-Küste, doch der schwedische Regisseur und Filmemacher Daniel Lind Lagerlöf wollte sich davon nicht beeindrucken lassen. Er brach in ein nahegelegenes Naturreservat auf, um dort nach geeigneten Drehorten zu suchen und diese vorzubereiten. Doch er sollte nicht mehr zurückkehren. Nachdem die Gegend durchkämmt wurde und weiter keine Spur des Regisseurs zu sehen war, ermittelte die Polizei. Diese kam schließlich zum Schluss, dass weder Suizid noch Mord als wahrscheinlich eingestuft werden sollten, eher stürzte Lagerlöf in das nahe Gewässer und ertrank dort. Suchtrupps fanden kurze Zeit später an der Küste menschliche Körperteile, ein DNA-Abgleich zeigte aber, dass es sich nicht um den schwedischen Regisseur, sondern eine andere als vermisst gemeldete Person handelte. Bis heute wurde der Mann, in dessen Filmografie sich Titel wie „Wallanders letzter Fall“ oder „Kommissar Beck“ finden, nicht gefunden.<BR /><BR /><BR /><b>Aeryn Gillern</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709952_image" /></div> <BR /><BR />Ein kühler Abend Ende Oktober in der österreichischen Hauptstadt Wien bietet die Bühne für diesen mysteriösen Vermisstenfall. Aeryn Gillern wurde in Elmira, New York, geboren, arbeitete bei der UNIDO (Organisation der UNO für industrielle Entwicklung) in Wien. In der Kaiserbründl-Sauna wurde er am 29. Oktober 2007 zum letzten Mal lebend gesehen. Angeblich hatte er die Sauna nackt und fluchtartig verlassen – anschließend verliert sich seine Spur. Die österreichische Polizei geht davon aus, dass sich Gillern in den Donaukanal gestürzt habe. Seine Mutter, die 3 Tage nach dem Verschwinden in Wien ankam, glaubt nicht an einen Suizid und erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Diese habe sich unprofessionell und homophob präsentiert. Mehrere Suchaktionen blieben erfolglos.<BR /><BR /><BR /><b>Lars Mittank</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="709955_image" /></div> <BR /><BR />Eine Woche Urlaub am Goldstrand in Bulgarien – doch anschließend verliert sich die Spur des Deutschen Lars Mittank. Seine Freunde zeichneten später ein Bild der Ereignisse unmittelbar vor dem Verschwinden. Zu Beginn wäre alles ganz normal abgelaufen – Mittank habe lediglich etwas weniger gegessen. In der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2014 geriet er wohl in eine Auseinandersetzung mit Fußballfans, die ihn anschließend verprügelten. Am 7. Juli, dem geplanten Abreisetag, wurde bei Lars Mittank ein Trommelfellriss diagnostiziert. Der Arzt riet deshalb, ins Krankenhaus zu gehen und auf den geplanten Rückflug zu verzichten. Er blieb alleine in Bulgarien zurück und verbrachte die Nacht zum 8. Juli in einem preisgünstigen Hotel. Von hier aus schrieb er mehrere merkwürdige SMS an seine Mutter und rief sie besorgt an – sie solle seine Kreditkarte sperren und er würde von mehreren Männern verfolgt. Gegen 5 Uhr morgens fuhr ihn ein Taxifahrer zum Flughafen. Nachdem er beim Flughafenarzt war, zeigen die Überwachungskameras, dass Mittank in Panik aus dem Flughafengebäude lief und über einen Zaun kletterte. Seither fehlt jede Spur.<BR /><BR />