Donnerstag, 07. Dezember 2017

Wer schreit hat immer Unrecht

Warum werden wir laut? Weil wir glauben, der andere versteht uns dann besser.

Foto: Veranstalter
Foto: Veranstalter

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Ihnen jemand zustimmt, den Sie anschreien? Warum nicht? Weil die Form den Inhalt überdeckt. Je lauter wir uns äußern, desto weniger versteht uns der Andere.

Einen Konflikt produktiv anzusprechen ist die Königs-Disziplin der Kommunikation. Eigentlich ist jede Kritik ein versteckter Wunsch, der aber oft als „Zusammenschiss“ ankommt. Kritik ist wie eine Speise, die wir unserem Gegenüber servieren. Damit sie verzehrt werden kann, muss sie speziell angerichtet werden:

 1.     Nur unter 4 Augen:

Kritik ist ohnehin schon schwer zu schlucken. In Anwesenheit Dritter wird dies unmöglich.

 2.     Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor:

Der Bauch ist im Konflikt ein schlechter Ratgeber. Halten Sie also eine emotionale Pause ein, bis Sie wieder klar im Kopf sind. In der Erregung kann das Gespräch nicht gelingen.

 3.     Trennen Sie Person und Tat:

Kritik am Verhalten können Menschen manchmal noch annehmen, Kritik an der Person jedoch so gut wie nie. Formulierungen die mit „Du bist…“ starten, sind ein Garant für Eskalation.

 4.     Nennen Sie  konkrete Beispiele:

Bringen Sie ganz konkrete Situationen am besten mit  Zeitpunkt und beschreiben Sie diese als Beobachtung.

 5.     Verzichten Sie auf Verstärker:

Kritik ist nur in kleinen Portionen verdaubar. Wenn Sie zu viel auftischen bekommt sie ihr „Gast“ nicht hinunter. Verzichten sie also auf Bomben wie „immer“, „ständig“, „dauernd“, „nie“, „müssen“, „warum“.

 6.     Fragen statt sagen:

Wenn Ihr Redeanteil zu hoch ist, geht die Gesprächsqualität runter. Fragen Sie nach der Sichtweise Ihres Gesprächspartner und hören Sie zu. Das erfordert Disziplin, aber zahlt sich aus!

 7.     Konzentrieren Sie sich auf Lösungen:

Verfangen sie sich nicht in Schuldzuweisungen. Fragen Sie nach Lösungsvorschlägen und bringen sie danach selbst welche ein. Nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft steht bei einem guten Kritikgespräch im Vordergrund.

Lehrgang für POWER Rhetorik ab 31. März

Dieser Lehrgang macht sich bezahlt.

In mehreren Modulen werden die Teilnehmer an mehreren Tagen in Sachen Kommunikation und Führung bestens geschult:

Modul 1: Gesprächslenkung und Sitzungsführung
Modul 2: Kommunikation in der Konfrontation
Modul 3: Argumentations – und Verhandlungstechniken
Modul 4: Rhetorik und Körpersprache in Kurzreden  
Modul 5: Kommunikation und Persönlichkeit 

Zum Abschluss gibt es eine Zertifizierung. 

Alle Infos und Termine gibt es unter www.comment.at

stol