<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Kaninchen leiden leise. Das heißt, sie zeigen Schmerzen oder Krankheiten nicht so deutlich wie beispielsweise Hunde. Als Fluchttiere dürfen sie in freier Wildbahn nicht auffallen, sonst werden sie schnell zur Beute von Raubtieren. <BR /><BR />Verhält sich ein Tier also plötzlich anders als sonst oder ist der Kot- oder Urinabsatz anders, sollte man das ernst nehmen und lieber zu früh als zu spät den Tierarzt aufsuchen. Plötzliche Veränderungen sind bei Kaninchen ernstzunehmende Krankheitsanzeichen. <h3> Verhaltensauffälligkeiten</h3>Ist ein Kaninchen krank, zeigt sich das häufig zuerst im Verhalten. Daher kann man sich bei der Fütterung folgende Fragen stellen: <BR />- Kommt ein Kaninchen nicht zur Futterstelle, obwohl es sonst immer als Erstes da ist?<BR />- Verlässt es sein Gehege nicht, obwohl es eigentlich gerne durch den Freilauf hopst?<BR />- Sitzt es teilnahmslos in einer Ecke oder liegt es den ganzen Tag herum? <BR />- Ist es auf einmal „zahm“, obwohl es sich sonst nicht anfassen lässt?Hat es Durchfall, hört man Atemgeräusche oder hustet es?<BR /><BR />All das sind erste Anzeichen dafür, dass das Kaninchen bereits schwer erkrankt ist und es im schlimmsten Fall sogar sterben kann, wenn es keine tierärztliche Hilfe bekommt. <BR /><BR />Das älteste Kaninchen der Welt war laut Guinness-Buch der Rekorde Flopsy, ein wildes Kaninchen. Es wurde bei seinem Besitzer 18 Jahre und zehn Monate alt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei acht bis zwölf Jahren. Gute Haltungsbedingungen, Artgenossen und eine naturnahe Fütterung mit viel Heu und frischem Grünfutter fördern selbstverständlich das gesunde Altern von Kaninchen. Unerlässlich ist viel Platz zum Toben – auch in der Nacht. <BR /><BR />Für eine tierschutzgerechte Haltung braucht es also deutlich mehr als einen klassischen Käfig: nämlich ausreichend Grundfläche, Rückzugsorte und Beschäftigungsmöglichkeiten.<BR /><BR />Ein- bis zweimal pro Monat sollte man alle Tiere wiegen und Gewichtsverluste oder starke Zunahmen ernst nehmen. Das Wiegen erfolgt dabei immer zur gleichen Zeit (beispielsweise vor der Abendfütterung). Am besten legt man dafür einen kleinen Teppich und etwas Lieblingsfutter auf eine Babywaage.<BR /><BR />Einmal jährlich sollte eine Kotprobe genommen und auf Parasiten untersucht werden. Am besten sammelt man an drei aufeinanderfolgenden Tagen etwas Kot und bringt die Probe zum Tierarzt.<h3> Gesundheits-Check</h3>Einmal pro Woche sollte man einen Gesundheits-Check bei seinen Tieren durchführen. In Online-Foren oder auf Experten-Websites gibt es ausführliche Checklisten mit Beispielfotos. <BR /><BR />Für eine Übersicht kann man sich die untenstehende Zusammenfassung ausdrucken und ans Gehege der Kaninchen pinnen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-73348495_listbox" />