Dienstag, 23. Mai 2017

Wie hält man unsere Jugend davon ab, für den IS zu kämpfen?

Wie können radikalisierte Jugendliche ihre Mordlust und ihren Hass auf den Westen überwinden? Überschattet vom Terroranschlag in Manchester sind am Dienstag in Wien rund 400 Experten zu einer Anti-Terrorkonferenz der OSZE zusammengekommen, um über Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Radikalisierung zu beraten.

In Manchester hat der Terror wieder zugeschlagen. Die polizei ist oft machtlos.
In Manchester hat der Terror wieder zugeschlagen. Die polizei ist oft machtlos. - Foto: © APA/AFP

"Das ist wieder einmal ein Tag, der mit schrecklichen Nachrichten eines Terroranschlags beginnt", sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der derzeit den OSZE-Vorsitz innehat, bei der Eröffnung der Konferenz in der Wiener Hofburg.

10.000 Menschen wollen zum IS

Nach Angaben von Kurz sind in den vergangenen Jahren aus den 57 OSZE-Mitgliedsländern rund 10.000 Menschen nach Syrien und in den Irak aufgebrochen, um an der Seite der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu kämpfen. Sie gelten nach einer Rückkehr in ihre Heimatländer als große Gefahr. Ihre Deradikalisierung gerade während einer Haft ist laut Fachleuten eine enorme Herausforderung.

An der Konferenz nimmt unter anderem der Terrorismus-Experte Peter Neumann vom Londoner King's College teil, der als neuer OSZE-Sondergesandter Ideen gegen die Radikalisierung koordinieren soll. Die OSZE hat das Ziel, das friedliche Zusammenleben der Staaten und Völker zu fördern.

apa/dpa

stol