Lesen Sie hier, was österreichische Medien in den vergangenen Jahren über ihn ausgegraben haben.<BR /><BR />Geboren wurde Herbert Kickl am 19. Oktober 1968 in Villach, aufgewachsen ist er als Arbeiterkind und ohne Geschwister in Radenthein.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1126992_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Laut einer investigativen Biografie der beiden „profil“-Redakteure Gernot Bauer (55) und Robert Treichler (56) waren Kickls Eltern im Magnesitwerk in Radenthein beschäftigt, wobei der Vater sich als Fußballer in der Werksmannschaft auszeichnete. <BR /><BR />Herbert Kickl sei ein „sehr braves Kind“ gewesen, erinnerte sich die Mutter eines Jugendfreundes von Kickl. In der Schule sei der Bub gut gewesen und habe sich vor allem im Sportunterricht – beim Fußball oder 60-Meter-Lauf – durch sein Bewegungstalent ausgezeichnet.<BR /><BR /> Von Kickls Volksschulklasse wurden nur 3 Schüler ans Gymnasium in der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau geschickt, Kickl war einer von ihnen. <h3> Flaschendrehen mit Eva</h3> Am Gymnasium hatte Herbert Kickl Mitschüler, die sich später einen Namen gemacht haben: Grünen-Chefin Eva Glawischnig, (55), Star-Organist Johannes Strobl und Matthias Geist (55), der Wiener Superintendent der Evangelischen Kirche. Beim Flaschendrehen soll Kickl Glawischnig geküsst haben. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1126995_image" /></div> <BR /><BR />„In der Volksschule war ich eher ein ruhiger Schüler, im Gymnasium bin ich dann – wie man so schön sagt – richtig aufgetaut. Ich war sicher nicht der Leichteste im Umgang mit einigen Lehrern, weil ich mir kein Blatt vor den Mund genommen habe. Ich habe gern und leidenschaftlich diskutiert und auch Konflikte nicht gescheut, wenn ich der Meinung war, dass es etwas Ungerechtes zu bekämpfen gibt“, erinnerte sich Kickl gegenüber „News.at“.<BR /><h3> Studien abgebrochen</h3> Seinen Wehrdienst leistete Kickl von 1987 bis 1988 bei den Gebirgsjägern als Einjährig-Freiwilliger; 1988 ging Jung-Herbert als Erster seiner Familie an die Uni in Wien, wo er sich in den Fächern Publizistik und Politikwissenschaft einschrieb; ein Jahr später wechselte er zu Philosophie und Geschichte. Beide Studien schloss er nicht ab. <BR /><BR />1995 traf er Fritz Simhandl (60) – heute FPÖ-Bezirksrat, damals stellvertretender Geschäftsführer der neu aufgestellten freiheitlichen Akademie – und bewarb sich bei der FPÖ. Der damalige FPÖ-Chef Jörg Haider übte auf Kickl seit Schultagen eine Faszination aus. Kickl soll angeblich mit dem Satz „Ich kann zwar nichts, aber ich kann alles erlernen“ von sich überzeugt haben. Fortan arbeitete er bei der FPÖ. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1126998_image" /></div> <h3> Einflüsse</h3> „Meine Großmutter und die Eltern waren und sind sehr prägend für mich. Ihre Zufriedenheit, ihre Bescheidenheit, ihr Gottvertrauen und ihre Klugheit sind für mich vorbildhaft“, erklärte Herbert Kickl „News.at“ gegenüber. <BR /><BR />Politisch gesehen sei es „mit Sicherheit“ Jörg Haider gewesen, der ihn geprägt habe, so der heutige FPÖ-Chef. An der Universität wiederum habe er das Glück gehabt, mit Professor Franz Ungler, einem im Jahr 2003 gestorbenen österreichischen Philosophen, „einen großartigen Lehrer“ haben zu dürfen, der in ihm „die Leidenschaft für die Philosophie, im Speziellen für den deutschen Idealismus mit Kant, Fichte, Schelling und Hegel entfacht“ habe. „Dieses Feuer brennt heute noch wie damals“, meinte Kickl.<BR /><BR />Als Redenschreiber für Jörg Haider zeichnete er Anfang der 2000er-Jahre für eine Attacke auf den damaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant (72), verantwortlich (Haider: „Ich verstehe überhaupt nicht, wie wenn einer Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann.“). <BR /><BR />Politologe Anton Pelinka (83) und Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak (74) wiesen damals den antisemitischen Gehalt des Satzes nach. Im Ö3-Interview sagte Kickl vor wenigen Jahren, er würde es „heute nicht anders machen“ und begründete dies mit Zuspitzung und Medienlogik. <BR /><h3> Die Frau an seiner Seite</h3><BR />Herbert Kickls Herzblatt ist seit über 25 Jahren Petra, aktuell Juristin bei der Volksanwaltschaft. Kennengelernt hat sich das Paar bei einer FPÖ-Veranstaltung in Nordtirol. „Es hat schnell gefunkt, gleich gepasst, lange gehalten und wird auch weiter halten“, so Kickl.<BR /><BR /> In der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ mit Claudia Stöckl (58) hat der ehemalige österreichische Innenminister zudem verraten: „Sie unterstützt mich voll und ganz in meinen politischen Projekten. Sie hat in vielen Bereichen zurückgesteckt und sich um die Erziehung unseres Sohnes gekümmert und mir den Rücken freigehalten.“ <BR /><BR />Der gemeinsame Sohn ist heute 24 Jahre alt und studiert Jus, nach dem Vorbild der Mutter, die Kickl übrigens auch in Modefragen berät, „auch wenn mein Stil kein aufdringlicher ist. Sie sorgt jedenfalls dafür, dass ich meistens eine Krawatte trage.“ Familie Kickl lebt in Purkersdorf in Niederösterreich, ein offizielles Foto gibt es von den Kickls nicht.<BR /><BR /><h3> Kickl kein Romantiker</h3><BR />Obwohl Petra und Herbert Kickl schon seit einem Vierteljahrhundert zusammen sind, haben sie erst im April 2018 im kleinsten Kreis am Standesamt in Purkersdorf geheiratet. Mit dabei war der – mittlerweile aus dem Amt geschiedene – Bürgermeister von Purkersdorf, Karl Schlögl (70). Der SPÖ-Politiker war als einstiger Innenminister einer von Kickls Vorgängern. <BR /><BR />Auf Ö3 verriet Kickl intime Details zur Hochzeit: „Die Überlegung, dass wir heiraten, hat es immer wieder gegeben, aber dann ist auch immer wieder etwas dazwischengekommen. Für mich war es wichtig – auch für sie –, dass wir es auf solide Beine stellen, und das haben wir gemacht.“ Sein Heiratsantrag sei pragmatisch „bei einem Essen“ abgelaufen: „Der große Romantiker bin ich wahrscheinlich weniger“, meinte er, „wir waren uns ja im Wesentlichen einig, es war nur mehr eine Frage des Timings.“<BR /><BR />Mit „Gemma noch ans tscheppern“, lädt Bierliebhaber Kickl seine Freunde gerne in Gasthäusern und Beisln ein. Clubs und Bars mag er weniger. <BR /><h3> Der Triathlet</h3>Der 56-Jährige ist süchtig nach Sport, schrieb der „Kurier“. Er hat bereits mehrere Triathlons und Extrem-Triathlons absolviert. Unter anderem nahm er am „Celtman“ in Schottland und am „Evergreen“ in Chamonix teil. Nach eigener Aussage hat er alle Wettkämpfe im Ziel beendet.